Es soll Jesus Christus nach seinem Tod bedeckt haben: Um das Grabtuch von Turin ranken sich Mythen und Legenden – die katholische Kirche hat es gar zu einem Wunder erklärt. Doch seit Hunderten Jahren wird über die Echtheit des Stoffs gestritten. Zeigt es tatsächlich die Umrisse des gekreuzigten Jesus, oder verklärt die Religion nur ein einfaches Stück Stoff?
Der Karsamstag ist das Niemandsland zwischen Tod und Auferstehung. Das Turiner Grabtuch zeugt davon, für den Papst besteht da kein Zweifel. Es ist die Ikone des christlichen Auferstehungsglaubens – Zeichen einer unermesslichen Hoffnung. Bis 23. Mai können Gläubige aus aller Welt das Relikt in Turin noch besichtigen.
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Das Grabtuch von Turin gibt neue Rätsel auf. Die Ergebnisse einer vor wenigen Jahren durchgeführten Spektralanalyse, die das Artefakt auf das 14. Jahrhundert datierte, sind heute schon wieder obsolet.
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Einmalig und historisch: Christsein heißt, an die leibliche Auferstehung Jesu Christi zu glauben. Eine wahre Geschichte, keinen Mythos wollen die Evangelisten erzählen.
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Der Wunsch eines Christen, das Leben Jesu mit eigenen Sinnen erfahren zu können, erwacht alljährlich besonders zur Osterzeit. Das Grabtuch von Turin spaltet die Christenheit, denn die Protestanten lehnen die Reliquienverehrung ab.
Das legendäre Turiner Grabtuch ist echt und erzählt eindrucksvoll von den Leiden Jesu Christi. Dass es so wenige Bilder aus der damaligen Zeit gibt, liegt wohl daran, dass Gegenstände, die mit dem Tod in Berührung gekommen sind, das Widerlichste und Unreinste sind, was man sich in der Welt des Judentums vorstellen kann.