„Ich denke, dass Menschen mit hohen Einkommen, so wie ich, deutlich mehr Steuern zahlen sollen.“ Warren Buffet
Im Frühjahr 2009 lief der Schüler Tim Kretschmer in Winnenden bei Stuttgart Amok. 15 Menschen starben, hunderte Schüler, Lehrer und Polizisten sind noch heute traumatisiert. Nach der Bluttat bleibt die Frage nach den Ursachen. Eine Spurensuche.
Es heißt, Amokläufer seien Einzelgänger, würden von ihren Altersgenossen gehänselt und ausgeschlossen. Sie nähmen nicht am Schulleben teil und lebten gesellschaftlich isoliert. Dieses Bild führt in eine gefährliche Irre.
Aus einem problematischen Jugendlichen wird genauso wenig zwangsläufig ein Amokläufer wie aus einem Waffennarr. Auch allein mit der Persönlichkeit eines Menschen, lässt sich dessen Gewaltbereitschaft nicht erklären. Wenn diese Faktoren jedoch zusammen treffen, kann sich daraus eine gefährliche Mischung ergeben. Im Schlimmsten Fall endet diese in einem Blutbad.
Eva ist die Mutter von Kevin, der tötet bei einem Amoklauf an seiner Schule ein Dutzend Menschen. In Briefen an ihren ebenfalls ermordeten Ehemann versucht sie die Bluttat zu verarbeiten. Und kommt zu einem schrecklichen Schluss: Kevin war von Geburt an böse.
Ein Jahr ist seit dem Amoklauf von Winnenden vergangen. Es gibt keine geeigneten Maßnahmen, die solche Taten verhindern. Wir sind den Tätern schutzlos ausgeliefert.
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Gestresste Schüler, überforderte Lehrer, Amokläufe. Die Situation an deutschen Schulen spitzt sich zu. Dass etwas passieren muss, liegt auf der Hand. Doch was?