Ich rede am liebsten mit Kindern; denn von ihnen darf man doch hoffen, dass sie einmal Vernunft-Wesen werden. Søren Kierkegaard

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Our Big Fat Greek Disaster

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Die neue griechische Regierung unter Andonis Samaras soll die drohende Zahlungsunfähigkeit des Landes abwenden. Doch während die eigene Bevölkerung gegen die Sparauflagen protestiert, scheiden sich in der EU die Geister über den richtigen Weg aus der Krise.

Hintergrund

Griechenland steht vor dem Staatsbankrott. Grund ist eine kaum noch kontrollierbare Verschuldung. Die Schulden sind größer als die Wirtschaftsleistung. Es sind 113 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und somit ein Defizit von 12,7 Prozent. EU-Richtlinie sind drei Prozent. Vor Griechenland liegt eine Senkung der Nettoverschuldung um vier Prozent im Jahr 2010, wie jüngst von EU-Ratspräsident Van Rompuy verlangt. Darüber hinaus gibt es aktuell Vorwürfe, mithilfe von Darlehen von Banken wie Goldman Sachs die Finanzprobleme seit Jahren kaschiert zu haben. Dies könnte weitreichende Konsequenzen haben. Sanktionen der EU sind denkbar.

Doch zuerst muss die EU helfen. 30 Milliarden Euro leihen die Mitgliedstaaten der Regierung in Athen. Der Zinssatz beträgt fünf Prozent. Die übrigen 15 Milliarden Euro steuert der IWF zu einem Zinssatz von drei Prozent bei. Damit kommt Griechenland deutlich günstiger weg, als am freien Markt, wo deutlich höhere Zinsen verlangt werden. Bevor das Geld fließt, müssen EU-Kommission und Europäische Zentralbank (EZB) noch beurteilen, ob die Stabilität des Euro tatsächlich bedroht ist. Anschließend müssen alle 15 Eurogruppenmitglieder einstimmig grünes Licht geben.

Fakt ist, je länger die Finanzhilfen auf sich warten lassen, desto mehr geraten die Kredite Griechenlands unter Druck. Das führt wiederum zu einer Schwächung anderer EU-Mitglieder, etwa Spanien, deren Kreditwürdigkeit jetzt ebenfalls durch Rating-Agenturen herabgestuft wurde.

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