Der Mensch kann nicht in einem einzelnen Lebensbereich recht tun, während er in irgend einem anderen unrecht tut. Mahatma Gandhi

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Our Big Fat Greek Disaster

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Griechenlands Premier Giorgos Papandreou will die Konservativen ins Boot holen, um eine drohende Zahlungsunfähigkeit des Landes abzuwenden. Doch was macht der Rest der EU? An den Details einer Umschuldung scheiden sich die Geister.

Hintergrund

Griechenland steht vor dem Staatsbankrott. Grund ist eine kaum noch kontrollierbare Verschuldung. Die Schulden sind größer als die Wirtschaftsleistung. Es sind 113 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und somit ein Defizit von 12,7 Prozent. EU-Richtlinie sind drei Prozent. Vor Griechenland liegt eine Senkung der Nettoverschuldung um vier Prozent im Jahr 2010, wie jüngst von EU-Ratspräsident Van Rompuy verlangt. Darüber hinaus gibt es aktuell Vorwürfe, mithilfe von Darlehen von Banken wie Goldman Sachs die Finanzprobleme seit Jahren kaschiert zu haben. Dies könnte weitreichende Konsequenzen haben. Sanktionen der EU sind denkbar.

Doch zuerst muss die EU helfen. 30 Milliarden Euro leihen die Mitgliedstaaten der Regierung in Athen. Der Zinssatz beträgt fünf Prozent. Die übrigen 15 Milliarden Euro steuert der IWF zu einem Zinssatz von drei Prozent bei. Damit kommt Griechenland deutlich günstiger weg, als am freien Markt, wo deutlich höhere Zinsen verlangt werden. Bevor das Geld fließt, müssen EU-Kommission und Europäische Zentralbank (EZB) noch beurteilen, ob die Stabilität des Euro tatsächlich bedroht ist. Anschließend müssen alle 15 Eurogruppenmitglieder einstimmig grünes Licht geben.

Fakt ist, je länger die Finanzhilfen auf sich warten lassen, desto mehr geraten die Kredite Griechenlands unter Druck. Das führt wiederum zu einer Schwächung anderer EU-Mitglieder, etwa Spanien, deren Kreditwürdigkeit jetzt ebenfalls durch Rating-Agenturen herabgestuft wurde.

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Marceltyrell

Ökonom

Marcel Tyrell
20.12.2011

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