Das solidarische Gesundheitssystem in Deutschland verschlingt Unsummen - Tendenz steigend. Minister Rösler muss den Spagat schaffen zwischen sozialer Gerechtigkeit und finanzieller Nachhaltigkeit. Seine Reform scheitert an der Verwässerung.
Am Freitag verabschiedete der Bundestag eine Regelung über die Zusatzprämie zum Krankenkassenbeitrag. Stellt sie das Solidarprinzip infrage? Wohl kaum. Doch Röslers guter Vorschlag ist durch die Regierung stark verwässert worden. Soziale Unausgewogenheiten bleiben – nicht wegen, sondern trotz Rösler.
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Die Gesundheitsreform gewährleistet die beste Behandlung, die beste Arzneimittelversorgung und stabile Beiträge. Wer bei Ärzten und Krankenhäusern sparen will, muss wissen, dass dies am Ende immer zulasten der Patienten geht.
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Die Pläne von Philipp Rösler werden die Probleme im Gesundheitswesen nicht lösen. Die Kopfpauschale stellt eine völlige Abkehr vom Solidarprinzip dar und mündet in einer Zweiklassengesellschaft, in der eine Spitzenversorgung nur noch Reichen vorbehalten bleibt.
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Gesundheit für alle muss zunächst eine Forderung gegen jeden Einzelnen selbst sein. Nur so lässt sich das Gesundheitssystem auf dem heutigen Niveau halten. Bevor also Dritte helfen, muss jeder sich selber helfen – nicht zuletzt eine Frage der Lebensführung.
Warum sollen wir Europäer versuchen, die solidarische Krankenversicherung zu retten? Weil wir damit die wissenschaftliche Medizin retten!