Die zahlreichen Missbrauchsfälle in der Kirche bringen Bewegung in den Klerus. Der Zölibat, also die priesterliche Verpflichtung zur Keuschheit, wird oft als eine der möglichen Ursachen für die sexuellen Übergriffe genannt. Doch auch bei protestantischen Einrichtungen werden immer mehr Fälle bekannt.
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Die Kirche will Missbrauchsfälle durch eine unabhängige Kommission untersuchen lassen. Soweit, so gut. Doch wenn Misshandlungen weiterhin als Einzelfälle und Trend der Zeit abgetan werden, ohne auf die strukturellen Ursachen einzugehen, ist mit wirklicher Aufklärung nicht zu rechnen.
Ist der Fall Mixa ein Menetekel für die katholische Kirche in Deutschland? Ein Unheil verheißendes Zeichen an der Wand, dem weitere schmuddelig-peinliche Enthüllungen, giftige Verbalattacken unter Bischöfen und am Ende das Abrutschen der Kirche in die Lächerlichkeit folgen werden?
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Bischof Mixa ist Unrecht geschehen. Alan Posener hätte nie gedacht, dass er einen solchen Satz schreiben würde. Denn der zurückgetretene Augsburger Bischof Walter Mixa ist fraglos ein bigotter Reaktionär.
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Überwachung pur. Das ist der Ansatz der katholischen Kirche, meint Eugen Drewermann. Dass die heilige Institution den Menschen die Erotik verbieten will, erinnert den suspendierten Priester und Kirchenkritiker an George Orwells Klassiker 1984.
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Ständig wurden und werden die Grenzen zwischen pädagogischem Eros und Päderastie in den Schulen überschritten. Ob nun in der Kirchenstruktur oder von gewöhnlichen Reformpädagogen. Wer die Mauer des Schweigens nicht bricht, hilft den Vertuschern.
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Wenn Bischof Mixa der sexuellen Revolution eine Teilschuld an den Missbrauchsfällen innerhalb der Kirch gibt, schließt sich ein Kreis. Denn ausgerechnet die jetzt so empörten Grünen haben damals eine besonders delikate Sexualmoral vertreten.