Tue mehr von dem, was funktioniert – und weniger von dem anderen. Jimmy Wales

Hintergrund

Auf und ab, ab und auf

Big_bd73c8af92

Sozialdemokratie ist aufregend. Zumindest für alle, deren Herzen an ihr hängen. Denn auf eins ist stets verlass: Langweilig wird es mit der alten Tante SPD sicher nicht. Wie sieht die Zukunft der ältesten Partei Deutschlands aus?

Hintergrund

2009 stand die SPD am Abgrund: Nur noch 23 Prozent der Stimmen erhielt die älteste deutsche Partei in der Bundestagswahl und wurde vom Wähler in die Opposition geschickt. Schon am Wahlabend begann nicht nur der Machtkampf um die Parteiführung, sondern auch der Streit um den zukünftigen politischen und strategischen Kurs der SPD.

Sigmar Gabriel, vormals Umweltminister in der Großen Koalition, setzte sich durch und trat im November 2009 die Nachfolge von Franz Müntefering als Parteivorsitzender an. Der Niedersachse ist damit der 13. SPD-Chef seit 1945 und der siebte in den letzten elf Jahren. Als Fraktionsvorsitzender steht Frank-Walter Steinmeier den stark dezimierten Sozialdemokraten vor. Mit Andrea Nahles übernahm eine Partei-Linke den Posten der Generalsekretärin.

Auch der Richtungsstreit in der SPD war voll entbrannt. Kritiker der Agenda 2010, von Hartz IV und der Rente mit 67 fühlten sich bestätigt und forderten eine Revision der umfangreichen Gesetze, die Ex-Kanzler Schröder eingeleitet hatte. Ex-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier hingegen verteidigt weiterhin tapfer die Reformen, die auch seine Handschrift tragen.

Zwischenzeitlich legte die Linkspartei auch im Westen kräftig zu und drohte die unter Schröder nach rechts gerückte Partei von links zu erdrücken. Zu viele Wähler waren von Schröders Agenda-Politik verdrängt worden.

Nun steht die SPD unter Sigmar Gabriel gemeinsam mit der CDU an der Spitze und konnte zumindest bei den Europawahlen 2014 gut zulegen. Wie geht es weiter, Genossen?

zurück

Seeheimer Kreis: Für eine neue SPD

Medium_87a63731f9

21 Thesen zur SPD im 21. Jahrhundert

Die SPD hat ein turbulentes Jahr hinter sich. Auf den Höhenflug im Frühjahr, der uns gezeigt hat, was möglich sein könnte, folgte die schwere Niederlage bei der Bundestagswahl. Wie weiter mit der SPD? Das fordert der Seeheimer Kreis mit seinen 21. Thesen.

Minderheitsregierung als Chance nutzen

Medium_7821f50cf9

Neuwahl ist nur letzte Option

Warum haben die Deutschen so viel Angst vor einer Minderheitsregierung?

Mögliche Regierungsbildung

Medium_38690eea15

SPD: Wir wollen mit der Union reden

Auf dem Parteitag hat der SPD-Vorstand einstimmig die Aufnahme ergebnisoffener Gespräche mit CDU und CSU über die Regierungsbildung empfohlen. Es gebe keinen Automatismus für eine Koalition und keine Vorfestlegung auf eine Möglichkeit, sagte SPD-Chef Schulz.

Wir brauchen ein europäisches Einwanderungsgesetz

Medium_b7cffe5a1b

SPD: Bei Fragen zu Flucht und Migration haben wir Fehler gemacht

"Die Wahlanalyse zeigt, dass die SPD viele Fragen von Flucht und Migration nicht ausreichend beantwortet hat. Wir haben es nicht geschafft, über reaktive Tagespolitik hinauszukommen und aufzuzeigen, wie eine humane Migrations- und Flüchtlingspolitik in europäischer Solidarität gelingen kann, ohne Deutschland zu überfordern", heißt es im Beschluss des SPD-Parteivorstandes.

Große Koalition statt Minderheitsregierung

Medium_371a41cf69

Schulz goes Canossa

Martin Schulz versprach für den Fall seiner Wahl keine GroKo und vor allem keine Bundeskanzlerin Merkel mehr. Er unterließ aber stringent alles, was diese Ziele realistisch gemacht hätte.

Was ist nur mit der SPD los?

Medium_134f767acd

Die GroKo muss ihren Preis haben!

Die SPD muss erneut in eine Koalition mit der Union einsteigen.Doch die Wahlverlierer Merkel, Seehofer und Schulz müssen für eine neue große Koalition, die so groß nicht mehr ist, ihre Plätze räumen.

 
meistgelesen / meistkommentiert