Alternativlosigkeit ist immer zutiefst undemokratisch. Ranga Yogeshwar

Hintergrund

Die wollen doch nur spielen

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Pöbeleien am Spielfeldrand und eine dritte Halbzeit nach Abpfiff: Während Hundertschaften der Polizei jede Männer-Partie absichern müssen, steht bei den Mädels der Sport im Vordergrund und auf den Tribünen wird entspannt gebruncht. Ist Frauenfußball der bessere Sport?

Hintergrund

Die Entscheidung über die Austragung der Frauenfussball-WM 2011 wurde bereits am 30.10.2007 getroffen; beworben hatten sich neben Deutschland auch Australien, Frankreich, Peru, Kanada und die Schweiz. Die im Juni und Juli stattfindende WM stand unter dem Motto “20ELF VON SEINER SCHÖNSTEN SEITE”, welches von der Präsidentin des FIFA Organisationskommittees Steffi Jones vorgestellt wurde. Das Budget für die WM ist mit einem Betrag von 51 Millionen Euro angesetzt und soll unter anderem durch sechs “FIFA Partners” und sechs “nationale Sponsoren” eingenommen werden. Die 700.000 zum freien Verkauf stehenden Eintrittskarten sollen 27 Millionen Euro einbringen.

Die deutsche Frauennationalmannschaft schied – entgeben der hohen Erwartungen – im Viertelfinale gegen die japanische Mannschaft aus. Auch die Karriere von Deutschlands Ausnahmefussballerin Birgit Prinz scheint damit beendet.

Noch immer muss sich der Frauenfussball gegen die Kritik wehren, WM auf Landesliga-Niveau zu präsentieren. Ein Kritikpunkt während der WM waren auch die teils groben Fehlentscheidungen der Schiedsrichterinnen. Zwar hat der Frauenfußball der allgemeinen Stimmung nach an Zustimmung und Akzeptanz zugelegt. Aber die Debatte um die Legitimität und dem Niveau von Frauenfußball, die Weiblichkeit und sexuelle Ausrichtung der Spielerinnen hat sich nicht gelegt. Eine Satire in der taz – Titel Schämt euch ihr Schlampen – produzierte heftige Leserreaktionen aus allen Ecken – Frauenfussball bleibt politisch, um Gleichberechtigung wird weiter gekämpft.

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Endstation Viertelfinale

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Die schönste Nebensache der Welt

Dass unsere Frauen Weltmeister werden, war ungefähr so gesetzt wie das Happy End in Hollywood-Filmen. Man zittert, ist sich zwischendurch unsicher und am Ende wird doch alles gut. Jetzt das ernüchternde Aus. Was also bleibt von dieser WM?

Fußballerinnen im Aufwind

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Wunderbare Fußballwelt

Von wegen Randsportart: Frauenfußball kommt an. Ohne Ausschreitungen, ohne Polizeischutz, dafür mit moderner Spielphilosophie und 100.000 verkauften Nationaltrikots - und einer deutschen Mannschaft, die den Herren einige Titel voraushat.

Geschlechterbilder im Fussball

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Männerdeckung

Der Frauenfußball ist nicht männlicher, sondern besser geworden. Wer ihn deswegen weniger schätzt, könnte ein Problem mit grundlegenden menschlichen Werten haben – oder keine Ahnung vom Fußball. Denn der Sport lebt von der Emotion.

WM voller Vorurteile

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Von Äpfeln und Birnen

Was denn nun? Sollen wir für den Frauenfussball andere Maßstäbe anlegen als für Männer oder auf Gleichberechtigung pochen? Beides gleichzeitig geht nicht. Dabei könnte es so einfach sein: Jedem das Seine, jeder das Ihre.

 
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