Ich suche nicht nach Krisen, aber ich habe auch keine Angst vor Krisen. Frank-Walter Steinmeier

Hintergrund

In der Mitte gefangen

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Die CDU versteht sich selbst als einzig verbliebene Volkspartei. Doch wird Sie diesem Anspruch immer weniger gerecht – Angela Merkel hat die Flügel der Partei gestutzt.

Hintergrund

Vor dem Hintergrund einer sich rasant verändernden Welt, die auf Tempo, Veränderung und Wandel geeicht ist, wächst zwar die Sehnsucht nach dem Bewahrenden. Theoretisch sind die Zeiten daher ideal für eine konservative Bewegung. Doch wer wüsste schon zu benennen, worin das unterscheidend Konservative besteht? Neuerdings reklamieren selbst Grüne Politikerinnen die wertkonservative Bürgerlichkeit für sich.

Nachdem viele Grundsatzdebatten und -schlachten heute geschlagen sind, nennt sich der CDU-Gemischtwarenladen, der zum Vorschein kommt, „moderner Konservativismus“: Die Union will „Vertrauen in die Familien setzen“ und zugleich „für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ eintreten. Die Partei will ihr Profil auch mit den Flügeln stärken, dem sozialen, dem wirtschaftsliberalen, dem konservativen und auch dem wertkonservativen. Obendrein will sie aber auch noch die „Kernklientel“ mit den Christen stärken – auch wenn die Kanzlerin in der Fernsehdebatte vor der letzten Wahl das Wort „christlich“ nicht ein einziges Mal benutzt hat.

Und so ist der Anteil der Unions-Stammanhänger von ehemals 83 fast kontinuierlich auf unter 50 Prozent gesunken. Das heißt, die Union muss mittlerweile etwa jeden zweiten ihrer potenziellen Wähler neu überzeugen. Angela Merkel treibt munter die Sozialdemokratisierung der CDU voran und setzt auf den Staat statt den Bürger. Das konservative Element ist vom Alleinstellungsmerkmal der Union zu einem Polit-Accessoire fast aller Parteien geworden.

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