Der Terrorismus ist zurück. Zumindest in der Wahrnehmung der breiten Öffentlichkeit. Seit dem vereitelten Anschlag auf ein Passagierflugzeug in den
USA an Weihnachten diskutiert man in den
USA, aber auch in Europa wieder verstärkt über neue Sicherheitsmaßnahmen, aber auch über die richtige Strategie im Anti-Terror-Kampf.
Eines scheint gewiss: Zu lange hat man sich auf Irak, Afghanistan und Pakistan konzentriert – und dabei übersehen, dass El Kaida und weitere islamistische Terrororganisationen sich bereits in anderen Ländern organisieren und neue Anhänger gewinnen.
Islamistischer Terrorismus ist ein globales Phänomen
Auf der Arabischen Halbinsel schlossen sich El-Kaida-Kämpfer aus Saudi-Arabien und dem Jemen zusammen. In Somalia sollen islamistische Fundamentalisten aus Afghanistan und Pakistan verstärkt eingereist sein – wohl auch, weil sie dort die Unterstützung der somalischen Al-Schabaab-Miliz erfahren. Eine Gruppe, die sich “El Kaida im islamischen Maghreb” nennt, soll Terroranschläge in den Nachbarländern Marokko und Tunesien geplant haben.
Islamistischer Terrorismus ist ein globales Phänomen – auch das zeigt der Fall des Detroit-Attentäters Umar Faruk Abdulmutallab. In Nigeria ist er geboren, in Togo hat er die Schule besucht, studiert hat er in London. Und in Amsterdam bestieg er ein Flugzeug, das er auf dem Weg in die USA zum Absturz bringen wollte.
Muss es nun einen Strategiewechsel im Kampf gegen den internationalen Terrorismus geben? Wie können wir verhindern, dass sich auch junge Männer in westlichen Gesellschaften radikalisieren und zu Attentätern werden? Anti-Terror-Kampf bedeutet auch die Auseinandersetzung mit der Ideologie des islamistischen Fundamentalismus. Doch wie kann dies gelingen?
Bundesinnenminister Thomas de Maizière rät, dabei eines nicht zu vergessen: Zum Kampf gegen den Terrorismus gehöre auch “Gelassenheit”. “Denn die Terroristen wollen gerade Angst auslösen.”
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