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Die 27-jährige Französin Isabelle Caro machte während der Pariser Fashion Week mit einer Kampagne auf das Thema Magersucht aufmerksam
Factsheet zur Debatte
Die anhaltende Diskussion um den Schlankheitswahn der Fashionindustrie wird durch immer neue Meldungen angeheizt. Sei es Kate Moss, die kürzlich in einem Interview mit dem Magazin “Women’s Wear Daily” neben der Bemerkung, sie sei nie nüchtern über den Catwalk gelaufen, sagte, dass nichts so schmecke, wie das Gefühl, dünn zu sein – oder die Offenbarungen des inzwischen vollschlanken Models Crystal Renn in ihrem Buch “Hungry” über den auferlegten Fastenzwang der Castingagenturen.
Das Model wurde zur Kunstfigur
In High-Fashion-Kreisen hält man an dem Schlankheitsideal fest, das sich im Laufe der 90er-Jahre als Heroin-Chic etablierte. Je ausgemergelter die Models und je dunkler ihre Augen, desto besser. Erklären lässt sich diese Ästhetik über einen kulturell-künstlerischen Zugang. Schauen wir etwa zehn Jahre zurück: “Cool” war das Schlagwort der 90er-Jahre, in der Mode wurde das häufig in kalte Farbtöne, Unnahbarkeit und Understatement übersetzt. Die Schauen wurden immer artifizieller und das Model zur Kunstfigur, zur Abstraktion, zur der zum Leben erweckten Skizze des Designers. Modepräsentationen entwickelten sich zu High-End-Shows, in denen sich magere Gestalten mit maskenhaften Gesichtern steifbeinig über den Laufsteg bewegten.
Strömungen, die den Kulminationspunkt erreicht haben, kippen um in Gegenbewegungen. Die einsetzende Trendwende, das Mannequin wieder menschlicher und realer zu machen, ist da eine logische Folge. Alexandra Shulman, die Chefin der britischen Vogue, wetterte kürzlich in einem Brief gegen die Mini-Größen der großen Modehäuser, und das Frauenmagazin Brigitte startet im neuen Jahr das Konzept “no models”, mit dem sie die Durchschnittsfrau mit der Durchschnittsfigur Mode präsentieren lässt. Vor allem die Sorge der älteren Generation um die Kinder ist der Motor der Gegenstimmen. Wo sie recht haben, haben sie recht. Denn es funktioniert nicht, den Glamour, den ein “Magermodel” auf dem Laufsteg hat, in den Alltag zu transportieren.
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Kaum verkündet die BRIGITTE stolz, dass künftig keine professionellen Models mehr im Magazin auftauchen, fährt Karl Lagerfeld dem Hamburger Frauenmagazin über den Mund: "Runde Frauen will da niemand sehen!" weiter...
von Mahret Kupka
09.12.2009
Als männliches Model ist man der permanenten Aufregung um die Gewichtsdebatte, die in der Fashionindustrie kursiert, weit weniger ausgesetzt als die weiblichen Kolleginnen. Um Mädchen wird sich diesbezüglich mehr Sorgen gemacht, Jungen erscheinen ... weiter...
von John Patrick Dine
08.12.2009
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Ob Stars oder das Mädchen von nebenan, die InStyle und bald auch die Brigitte zeigen Mode nicht an Models. Bei der InStyle geht dieses Konzept auf, und auch für die Brigitte stehen die Chancen gut.
von Jennifer Dixon
08.12.2009