Der Kampf gegen Aids ist ein Kampf gegen Windmühlen, denn der Virus mutiert. Heilbar ist die Krankheit auch deshalb zu Beginn des 21. Jahrhunderts noch nicht, neue Therapien versprechen jedoch Linderung. Wie steht es im Kampf gegen die wohl gefürchtetste Krankheit der Welt?
Im Umgang mit Menschen bei der HIV-Prävention geht es vor allem um Respekt und Achtung. Der erhobene Zeigefinger wirkt maßregelnd, Zugang zu den Menschen bekommt man nur über das Anknüpfen an die jeweilige Lebenswelt.
Es gibt kein Wundermittel gegen HIV. Wir müssen uns bei Behandlung und Prävention auf das verlassen, was erprobt, effektiv und bezahlbar ist. Ein wichtiger Schritt ist jedoch der Abbau von Vorurteilen. Nur so können wir junge Menschen in Afrika überhaupt dazu bewegen, sich testen und behandeln zu lassen.
Nein, egal wie oft es behauptet wird, die Zahl der Neuinfektionen mit dem HI-Virus steigt nicht. Auch dramatische Reportagen ändern an den Fakten nichts. Anstelle der Sorglosigkeit sind komplexe Risikomanagementstrategien getreten.
Noch heute ist die Infektion mit dem HI-Virus für viele Menschen in Afrika gleichbedeutend mit einem Todesurteil. Selbst gut gemeinte Initiativen scheitern, wenn das nächste Krankenhaus zu weit weg ist. Brasilien dagegen macht vor, welche Rezepte doch helfen können.
Ein neues Anti-AIDS-Gel sorgt für Aufregung in Südafrika. Für die Frauen des Landes gibt es erstmals die Möglichkeit, sich auch im Falle einer Vergewaltigung vor Ansteckung zu schützen. Doch das Gel ist kein Allheilmittel, es reduziert nur das Infektionsrisiko - ohne Kondome wird es nicht gelingen, die AIDS-Epidemie zu bekämpfen.
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Neue Medikamente können das Leben mit dem HI-Virus wieder annähernd in den Normalzustand versetzen. Dennoch: Während im südlichen Afrika Erfolge zu verzeichnen sind, steuert Osteuropa auf eine Katastrophe zu. Die verantwortlichen Politiker müssen endlich aktiv werden, damit eine weitere Ausbreitung der Pandemie verhindert werden kann.