„Pornografie gibt es bereits, seit der erste Höhlenmensch anzügliche Bilder an die Höhlenwand malte.“ Cindy Gallop
Der Vertrag von Lissabon ist nach langem politischem Tauziehen in Kraft getreten. Befürworter loben das neue Regelwerk und sehen in ihm eine Chance auf eine geeinte europäische Stimme. Doch lauter ist der Chor der Kritiker, die vor den Risiken und Nebenwirkungen von Lissabon warnen.
Ein neuer Vertrag reicht nicht, um das Vertrauen der Bürger zu gewinnen. Entscheidend wird sein: Wozu brauchen wir die EU in der Zukunft?
Zwei Unbekannte sollen die EU künftig führen: Catherine Ashton als europäische "Außenministerin" und Herman Van Rompuy als EU-Ratspräsident. Eine kluge Wahl, denn letztlich geht es in Europa nicht um die "eine Stimme", sondern um einen gut geführten Chor.
Neuer Vertrag und "neue Köpfe" - die EU hat sich mit neuen Grundlagen zukunftsfähig gemacht. Jetzt kommt es auf die Handelnden an, was sie daraus machen.
Einigung beim Abendessen: Mit Demokratie und Bürgernähe hatte die Nominierung der neuen EU-Spitze wenig zu tun. Europa muss seine Bürger künftig mehr mitnehmen und sich stärker um Inhalte kümmern.