„Streitende sollen wissen, dass nie der eine ganz recht hat und der andere ganz unrecht.“ Kurt Tucholsky
Lobbyismus ist zu einem Schimpfwort verkommen. Dabei ist er legitim und notwendig – denn durch ihn verschaffen sich die Bürger in der Politik Gehör. Doch die dahinter stehenden Netzwerke müssen transparenter werden, damit die Menschen sehen, wer alles gleich ist und wer gleicher.
1
Es gibt eine Branche, die bittet – nein, sie bettelt förmlich – um Regulierung. Gibt es nicht? Doch, gibt es: Die Politikberater tun das, zumindest ihr Branchenverband. Doch erhört wird das Flehen nicht. Leider.
Politiker sollten Lobbyisten gut zuhören. Nur so könnten sie lernen, sagt die ehemalige Gesundheitsministerin Andrea Fischer. Sie beklagt, dass Lobbyismus zu einem Schimpfwort verkommen sei. Dabei haben Unternehmen ein Recht darauf, ihrem Anliegen Gehör zu verschaffen.
Lobbyismus ist wichtig, denn Politik funktioniert durch Netzwerke – und die sind nie nur gut oder schlecht, argumentiert Transparency International. Denn erst durch die Offenlegung von Strukturen werden Machtgefälle erkennbar.