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Der Kurzfilmcharakter, den Musikvideos in der Blütezeit der Gattung in den 90er-Jahren hatten - erinnert sei an die Clips von Madonna und Michael Jackson - ist heute selten anzutreffen. Auch Dank Internet laufen auf MTV nunmehr Reality Shows und Klingeltöne. Was wird aus dem Musikfernsehen?
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13 Nominierungen zu den MTV Video Music Awards 2010 sind Rekord, acht hat sie schließlich gewonnen: Mit Lady Gaga hat die Musikindustrie ihren vorläufigen Höhepunkt medialer Inszenierung erreicht. Sie ist die perfekte Symbiose von Geschäft und Kunst.
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Die jetzige Krise der Musikindustrie ist eine Krise der Vermarktung und nicht der Musik selbst. Das Interesse an Musik und Musikfernsehen ist nach wie vor ungebrochen. Die Herausforderung besteht darin, neue Formate zu entwickeln.
Das Internet, und insbesondere Youtube, erzeugt eine Revolution der Produktion von Musikvideos. Billig-Videokameras statt High-End Bilder. Und Geräte wie das iPhone verändern den Konsumgewohnheiten. Wie verändern sich die Musikvideos?
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Das klassische Musikfernsehen hat seine eigene zeitgemäße Interpretation verschlafen. Die technischen Möglichkeiten des Internets allein sind allerdings noch kein Ersatz. Eine Bestandsaufnahme.
Während ich diesen Artikel schreibe, sitze ich auf dem Rücksitz eines Autos. Den Fahrer habe ich gebeten, die ganze Fahrt über das Radio laufen zu lassen. Privat höre ich nämlich eher selten bis gar nicht Radio. Deshalb weiß ich nämlich überhaupt nicht, wie es um die Radio-Stars heutzutage so bestellt ist. Eins weiß ich jedoch sicher, Radio in Deutschland ist eine Katastrophe. Aber ich schweife ab. Schließlich geht es darum, dass unser Alltags-Tool Internet die Plattenindustrie in den Ruin getrieben haben soll. Zumindest soll das folgende These besagen: Internet killed the radio star.
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Musikvideos sind das Leitfossil audiovisueller Popkultur von 1981 bis 2005: von der Landung des Moon Man bis zur Landung von YouTube.