Ideologen sind Leute, die glauben, die Menschheit sei besser als der Mensch. Dwight D. Eisenhower

Hintergrund

Mixtape Magic

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Die 90er-Jahre, Zeit der Popkultur und Disco-Dauerbeschallung. Viel ist seitdem in der Versenkung verschwunden: iPod statt Kassette, Wii statt N64, Gaga statt Nena. Lohnt sich der nostalgische Blick zurück? Eine Reise durch die Kiste der Erinnerungen.

Hintergrund

Das erste Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts neigt sich dem Ende zu. Und schon setzt sie ein, die Nostalgie für die Zeit vor der Jahrtausendwende. Schon hört man auf den Partys Remakes und Neuauflagen von Songs wie “Mr. Vain”, “Rhythm is a dancer” oder “What is love”. Im allgemeinen Retrotrend haben sich die Absatzzahlen von Schallplatten seit 2006 verdoppelt, bei rückläufigen Absatzzahlen der CD. Was aber hat dieses Jahrzehnt ausgemacht – welche Unterschiede zu den letzten zehn Jahren des alten Jahrtausends gab es? Was war besser oder schlechter? Welchen Dingen trauern wir nach und bei welchen sind wir froh, sie los zu sein?

Die 90er kannten noch keinen Antiterrorkampf und waren nicht von wirtschaftlichen Krisen geprägt. Als Skandal in Erinnerung geblieben ist oftmals nicht der Völkermord in Ruanda, sondern der Blowjob im Weißen Haus.

Auch wenn der 11. September und die Internetblase als Auftakt einer Reihe von Krisen unser Weltbild verändert haben, so sind es doch auch die kleinen Dinge des Lebens, die dieses in beiden Jahrzehnten geprägt haben. Die Reihe möglicher Gegensatzpaare ist lang und so lassen sich Veränderungen in allen Lebensbereichen finden. Wer heute Szenen mit Mobiltelefonen in Filmen der frühen 90er-Jahre sieht, wird sich ein Lächeln nicht verkneifen können. Auch ist es heutzutage unvorstellbar, dass es damals noch möglich war, innerhalb kürzester Zeit alle Fernsehsender zu programmieren – die Öffentlich-Rechtlichen sowie die wenigen Privatsender. Auch modisch ist so einiges passiert, und Palladiums, Doc Martens und Co. tauchen heute allenfalls als anachronistische Randerscheinungen auf.

Zwei Generationen mit verschiedenen Lebenskonzepten. Oder sind die Unterschiede nur konstruiert, da man jedem Jahrzehnt im Nachhinein eine eigene Identität zu verleihen versucht? Was also ist dran an nostalgischen Emotionen oder am Bedürfnis, immer am Puls der Zeit sein zu wollen? Werfen wir einen Blick zurück und schauen, was begehrt war und ist: Kassetten vs. MP3, Techno vs. Hip-Hop, Gameboy oder Nintendo vs. Wii und iPhone, Madonna vs. Lady Gaga, Tetris vs. FarmVille, VHS vs. BlueRay, Burger vs. Sushi, Brockhaus vs. Wikipedia, Benjamin Blümchen vs. Harry Potter, ein “A” kaufen vs. den Zusatzjoker wählen, Testbild vs. Nachtprogramm, Baggy vs. Röhre.

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