Grün ist sexy. Mit Themen wie Stuttgart 21 oder dem Atomausstieg profilieren sich die einstigen Protestler als Alternative zu den großen Volksparteien CDU und SPD. Der Einzug in Staatskanzlei und Kanzleramt ist angesichts der Umfragewerte keine reine Träumerei mehr.
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Endlich! Deutschland steigt aus der Kernenergie aus. Auch wenn der schwarz-gelbe Plan seine Schwächen hat, sollten die Grünen ihn ohne Zögern unterstützen - und weiterhin die Energiewende forcieren. Bis 2022 bleibt viel zu tun.
Die einstige Öko- und Protestpartei ist im Umfragehoch. Forsa-Chef Manfred Güllner sieht dafür zwei Gründe: die Wahrnehmung der Grünen als regierungsfähige Partei und die Affinität vieler für "grüne" Themen. Ob sich das Umfragepotenzial am Wahltag zeigt, ist trotzdem fraglich.
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Die Grünen sind zurück. Fünf Jahre nach der Abwahl der rot-grünen Koalition überflügelt die einstige Sponti-Partei den ehemaligen Regierungspartner. Die Grünen stehen für politische Modernität und den Willen nach Veränderung. Die alte Dame SPD wird's nicht freuen. Denn der grüne Erfolg geht auf die Kosten der Sozis.
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Die Grünen sind weit gekommen. Von einer Randerscheinung der Friedensbewegung haben sie sich zu einer vielseitig koalitionsfähigen politischen Kraft entwickelt. Trotzdem sind sie keineswegs beliebig.
Nach dem Rücktritt von Hamburgs Erstem Bürgermeister hat es die Grün-Alternative-Liste in der Hand, das schwarz-grüne Projekt am Leben zu erhalten. Die Abstimmung im August entwickelt sich dabei zur Gretchenfrage, denn der CDU-Kandidat Christoph Ahlhaus ist als Hardliner verschrien, der wenig mit grünen Ansichten anfangen kann.
Obwohl die Grünen gute Oppositionspolitik betreiben, mangelt es an neuen Konzepten, um den Herausforderungen gerecht zu werden. Die Schwäche der politischen Konkurrenz offenbart sich in der Riesenchance, die politische Meinungsführerschaft zu übernehmen. Zeit, um sich zu profilieren und eigenständig zu werden, findet der Fraktionsvorsitzende der Grünen-Landtagsfraktion in Schleswig-Holstein, Robert Habeck.