Was meiner Meinung nach kulturell immer gut ist: Barrieren niederreißen und Klischees widerlegen. Cameron Carpenter

Hintergrund

It's a (wo-)man's world

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Gender-Mainstreaming ist zu einem Schimpfwort geworden. Die Bewegung, die Geschlechter als antrainierte Rollen entzaubern will, versucht, durch politische Lobbyarbeit noch einflussreicher zu werden. Damit stehen ihre Protagonisten genau dem Urziel der Frauenbewegung entgegen: Der Gleichberechtigung der Geschlechter.

Hintergrund

Alles Elter, oder was?

Zum Mond fliegen? Check.
Eine Regierung führen? Check.
Die Fußballweltmeisterschaft gewinnen? Check, check.

Frauen können mittlerweile alles. Sind wir damit nun also am Ziel aller Emanzipationsbewegungen, sind Männer und Frauen endlich gleich und hat die Gleichstellungspolitik obsiegt?

Nein, natürlich nicht: Jedes dritte Mädchen schafft das Abitur, von den Jungs ist es nur jeder Fünfte. Bei 160 DAX-notierten Unternehmen in Deutschland sitzen nur 21 Frauen im Vorstand, das sind drei Prozent. Und die ach so oft angeführten “20-Prozent-weniger!” verdienen Frauen im Schnitt natürlich immer noch, bei gleicher Arbeit wie Männer, versteht sich.

Was also nun? Jungs besser benoten und eine Quote für Chefetagen, damit wir eines Tages endlich sagen können “Alle Unterschiede sind beglichen!”?
Mann ist Frau und Frau ist Mann und alle sind “Elter”, wie eine Schweizer Politikerin neulich forderte, die findet, man müsse Mütter wie Vater korrekterweise gleich bezeichnen. Wollen wir das? Die völlig Auflösung jedweder Geschlechterunterschiede?

Oder wollen wir uns der natürlichen Ordnung fügen und anerkennen, dass Jungs besser rechnen und Frauen nicht einparken können? Wollen wir uns damit abfinden, dass Frauen die Erziehung übernehmen (aus wirtschaftlichen Gründen, sie verdienen ja weniger), und nehmen wir es einfach hin, dass Männer die schönsten Momente mit ihren Kindern verpassen, weil sie gerade im Meeting sitzen, wenn der Sohn laufen lernt?

Seit über zwei Jahrzehnten gibt es die Gender-Mainstreaming-Debatte in Europa, eine Diskussion über frauen- und männerspezifische Rollenbilder und ihre Auslebung in unserer Gesellschaft. “Gender” beschreibt nicht etwa nur das Geschlecht, sondern gewisse Rollen, Lebensmodelle und Verhaltensmuster, die sich zwar aus dem biologischen Geschlecht ableiten, aber durch Erziehung, Kultur und Backgroud geprägt werden.

Und das ist gut so, sagen die einen.
Und das muss aufhören, sagen die anderen.

Mann bleibt Mann und Frau bleibt Frau? Oder bloß nicht?
Beide Seiten wirken manchmal nicht mehr zeitgemäß: Emanzipation ist so Seventies. Der Mann als Alleinversorger ist das Modell unserer Eltern.
Und beide Seiten haben ihre schlagkräftigen Argumente: Naturwissenschaftlich nachweisbar gibt es klare, sinnvolle Unterschiede zwischen Mann und Frau. Bei gleicher Arbeit weniger zu verdienen ist einfach ungerecht.

Vielleicht liegt die Wahrheit irgendwo zwischen Gleichmachungswahn und klassischen Rollenbildern.

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Autorin

Gabriele Kuby
18.06.2010
 
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