Alle Augen richten sich auf China – kein Land der Erde hat so großes Potenzial, die USA als globale Führungsmacht abzulösen. Doch Wirtschaftswachstum, Geldreserven und Urbanisierung sind nur ein Teil der Geschichte – gewaltige ethnische und gesellschaftliche Spannungen wirken wie Zentrifugalkräfte, wenn sich der Drachen erhebt.
Von einem zerstrittenen Europa profitiert vor allem einer: China. Nur gemeinsam können die Europäer der Wirtschaftsmacht die Stirn bieten.
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Während China sich gegenüber dem (westlichen) Ausland kooperativ verhält, fährt es innenpolitisch eine harte, autoritäre Linie. China ist nach wie vor ein Polizeistaat für jeden, der sich kritisch zur offiziellen Politik äußert. Die Kritik des Westens aber verstummt.
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Gibt es einen chinesischen Weg? Wer die Geschichte des Landes mit all ihren Umbrüchen studiert, kann sich da nicht sicher sein. Entscheidend ist, dass wir China als modernes Land ernst nehmen.
Nicht alle Zensur ist politisch und nicht alle chinesischen Schriftsteller sind Dissidenten. Wer diese nur scheinbar banalen Wahrheiten übersieht, zeichnet vorschnell ein falsches Bild chinesischer Politik und Kultur.
Die Situation für chinesische Menschenrechtler wird schlimmer, denn die Behörden haben Angst vor der Revolution im eigenen Land. Politische Verfolgung ist deshalb an der Tagesordnung.
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Ob in Politik, Militär oder in der Wirtschaft: Der chinesische Erfolg erweist sich als wenig robust. Das Land nähert sich einem gewaltigen Umbruch; der Drache befindet sich im Sturzflug.