Verurteilt mich; das hat nichts zu bedeuten; die Geschichte wird mich freisprechen. Fidel Castro

Hintergrund

Hallo, ist da jemand?

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Beten als Kulturtechnik scheint aus der Zeit gefallen – nimmt der Glaube an Gott und Religiosität im Allgemeinen doch in den Industrienationen stetig ab. Doch was bedeutet das Gebet für das Menschsein? Was lernen wir im stillen Zwiegespräch mit uns selbst?

Hintergrund

Jesus hat es auch getan: Beten. Der Dialog mit der Gottheit ist der Ernstfall des Glaubens. Denn wer betet, glaubt wirklich an Gott. Die moralische und sittliche Rolle von Religion wird auch von vielen der Kirche und dem Gottesdienst abständigen Christen gewürdigt und anerkannt. Wer betet, der bejaht aber darüber hinaus die Behauptung, das Gott existiert. Die Hirnforschung weiß, dass das Beten im Kopf etwas bewegt. Wieso betet der Mensch? Um was betet er? Und was ist beten überhaupt?

Vom Stoßgebet, dass selbst dem Atheisten entfahren kann bis hin zum stündlichen Gebet, das Mönche und Nonnen in den Klöstern tagein, tagaus absolvieren, gibt es viele Formen. Nicht nur das Christentum kennt das Gebet. Für den gläubigen Muslim soll es fünfmal am Tag Pflicht sein, sich vor seinem Gott niederzuwerfen. Die Psalmen sind die in Wort gefasste Glaubenserfahrung der jüdischen Religionsgemeinschaft; Auch Jesus betet sie, unter anderem in seinen letzten Augenblicken am Kreuz.

Die Traditionen Asiens kennen die Meditation als sich hinein versenken in große, ungeschichtliche Bezüge, die den Menschen aus dem Korsett seiner Notwendigkeiten befreit. Meditation, die dem am nächsten kommt, was in der monotheistischen Traditionen Gebet genannt wird. Ist das Gebet etwas, was aus archaischer Zeit auf uns gekommen ist, das keinen Platz mehr in der Welt heute hat oder hat es einen bleibenden Sinn oder sogar eine öffentliche Rolle?

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