Seit Jahrzehnten pumpen die Industriestaaten Geld in bedürftige Länder. Scheinbar ohne jeden Erfolg. Auch Haiti erlebte nach dem Beben eine Flut von internationalen Zuwendungen. Jetzt, sechs Monate nach der verheerenden Katastrophe, hat sich nur wenig verändert. Wird nur geholfen, wenn Kameras die noblen Gesten um die Welt senden?
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Äthiopien erhält jährlich mehrere Milliarden US-Dollar Entwicklungshilfe. Doch viel davon versandet im korrupten Staatsapparat und in den Taschen der einzigen Partei des Landes. Gute Vorsätze tragen dazu bei, die Diktatur zu festigen. Es muss sich etwas ändern bei der Geldvergabe.
Viel ist seit dem Beschluss der Millennium Development Goals vor zehn Jahren passiert. Doch die damals gesetzten Ziele sind bei Weitem noch nicht erreicht. Jetzt stehen neben den Entwicklungsländern auch die westlichen Industrienationen in der Pflicht. Es geht um den Ausbau von Unterstützung, nicht um deren Kürzung.
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Haiti ist vergessen, die Hilfe wurde drastisch heruntergefahren. Auf der Insel hat wieder "business as usual" eingesetzt. Ein Plädoyer für mehr Nachhaltigkeit bei der Hilfe zur Selbsthilfe.
Vor mehr als zwei Monaten haben in Haiti etwa 60 Sekunden Erdbeben mehr als 200.000 Menschenleben gefordert, ganze Städte dem Erdboden gleichgemacht und einer Million Menschen das Dach über dem Kopf geraubt. "Malteser International" leistete von Anfang an Hilfe vor Ort. Nun, da sich das Chaos lichtet, gilt es in die Zukunft zu schauen.
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An zu vielen Orten werden Menschen von schwachen oder verfehlten rechtlichen Rahmenbedingungen behindert. Wenn es ihnen möglich wäre, dorthin zu gehen, wo ein besserer Rechtsrahmen herrscht, könnten sie ihr Leben verbessern und durch eigenes Handeln viel zur Reduktion der globalen Armut beitragen.
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Entwicklungshilfe ist eine Sache, Katastrophenhilfe eine etwas andere. Eines jedoch haben sie gemeinsam. Man kann sie für eigene Zwecke instrumentalisieren, indem man zum Beispiel den Helden spielt. Niemand kann das besser als die Amerikaner, ob in Washington oder Hollywood. Aber immerhin, Hilfe kommt, aus welchen Beweggründen und Quellen auch immer.