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Factsheet zur Debatte
Es gibt einen Spruch, der das Dilemma der Entwicklungshilfe sehr gut auf den Punkt bringt: “Gib einem Mann einen Fisch und er wird seinen Hunger für einen Tag stillen können, bring ihm das Fischen bei und er wird nie wieder hungrig sein.” Seit den 50er-Jahren wurden etwa 3 Billionen Dollar von den Industrienationen für Entwicklungshilfe ausgegeben. Doch noch immer leben von den 90 Millionen Afrikanern rund die Hälfte von ein paar Dollar am Tag, ohne Strom, ohne Infrastruktur, ohne fließend Wasser. Was läuft da eigentlich falsch? Die Kritik an Entwicklungszusammenarbeit, wie es ja modernerweise heißt, nahm in den vergangenen Jahren zu. Nicht nur von den Industriestaaten selbst, auch von afrikanischer Seite hieß es: Entwicklungshilfe hilft nicht, sie treibt den Kontinent nur noch mehr in die Armut.
Dabei hat sich die Entwicklungshilfe ja schon umorientiert: von einer reinen Spendenkultur hin zur Hilfe zur Selbsthilfe. Doch offensichtlich reichte es nicht, viele Männer zu Fischern zu machen, um im obigen Bild zu bleiben, wenn der Rest der Welt schon lange Fleisch isst.
Wie aber kann Entwicklungsländern geholfen werden? Die Ideen reichen von totalem Rückzug à la jeder ist seines Glückes Schmied bis zu einigermaßen neuen Ansätzen wie den Millenniumszielen, die mithilfe von sogenannter “good governance” Schuldenerlass und Projektgelder der Industrienationen an bestimmte politische Anforderungen der Nehmerländer knüpfen. Andere wiederum setzen auf mikrowirtschaftliche Hilfe, wie Kleinstkredite an Händler. Diese Mikrokredite sorgen nachweisbar für punktuelle ökonomische Aufschwünge. Oder sind doch Spenden immer noch der richtige Weg? Vielleicht gibt es nicht nur eine Lösung für diese Frage, gut ist aber, dass über Entwicklungshilfe vermehrt nachgedacht wird und diese Gedanken nicht nur aus der westlichen Welt kommen.
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Haiti ist vergessen, die Hilfe wurde drastisch heruntergefahren. Auf der Insel hat wieder "business as usual" eingesetzt. Ein Plädoyer für mehr Nachhaltigkeit bei der Hilfe zur Selbsthilfe. weiter...
von Maren Neugebauer
05.08.2010
Vor mehr als zwei Monaten haben in Haiti etwa 60 Sekunden Erdbeben mehr als 200.000 Menschenleben gefordert, ganze Städte dem Erdboden gleichgemacht und einer Million Menschen das Dach über dem Kopf geraubt. "Malteser International" leistete von A... weiter...
von Ingo Radtke
10.04.2010
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An zu vielen Orten werden Menschen von schwachen oder verfehlten rechtlichen Rahmenbedingungen behindert. Wenn es ihnen möglich wäre, dorthin zu gehen, wo ein besserer Rechtsrahmen herrscht, könnten sie ihr Leben verbessern und durch eigenes Handeln viel zur Reduktion der globalen Armut beitragen.
von Paul Romer
22.03.2010
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Entwicklungshilfe ist eine Sache, Katastrophenhilfe eine etwas andere. Eines jedoch haben sie gemeinsam. Man kann sie für eigene Zwecke instrumentalisieren, indem man zum Beispiel den Helden spielt. Niemand kann das besser als die Amerikaner, ob in Washington oder Hollywood. Aber immerhin, Hilfe kommt, aus welchen Beweggründen und Quellen auch immer.
von Christian Böhme
16.01.2010
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Die Augen der Welt sind entsetzt auf eine Insel in der Karibik gerichtet. Haiti, das ärmste Land der westlichen Hemisphäre, wurde von einem verheerenden Erdbeben heimgesucht. Tausende Tote und eine humanitäre Katastrophe sind die Folge. Es stellt sich nun die Frage, wie und ob überhaupt Haiti noch zu retten ist. weiter...
von Felix Löwenstein
15.01.2010
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Es geht nicht um "die Armen", es geht um individuelles Schicksal, um individuelle Solidarität.
von Karlheinz Böhm
25.10.2009