Christian Wulff ist weg, Joachim Gauck ist zu seinem Nachfolger gewählt worden. Doch der Konsenskandidat der großen Parteien ist ein eigenwilliger Charakter. Was erwartet Deutschland, wenn Gauck in Bellevue einzieht?
Wirtschaftswunder, 1968, Mauerfall und EU-Einigungsprozess: Gauck weist auf die Errungenschaften der vergangenen Jahrzehnte hin. Mit einer verquasten Erinnerungskultur will er nichts zu tun haben. Gut so.
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Je mehr öffentliche Bedeutung, umso umfassender ist die mit der Vorbildfunktion verbundene Verantwortung fürs eigene Handeln. Aber wen kümmert die Belanglosigkeit, ob Gauck nun noch verheiratet ist oder nicht?
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Am Sonntag wird Joachim Gauck – aller Voraussicht nach – zum Präsidenten gewählt. Aufgrund der hohen Erwartungen steckt der Konsenskandidat allerdings in einem Dilemma.
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Beate Klarsfeld soll es also richten: Die Nazi-Jägerin wird für die Linke als Bundespräsidentin kandidieren. Für die lange als Nestbeschmutzerin beschimpfte Klarsfeld ein Moment der Genugtuung.
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Die Nominierung Gaucks war die richtige Entscheidung - von alt bekannten Mustern der Etikettierung sollten wir uns nicht täuschen lassen. Er hat ein Lebens-, vielleicht auch ein Präsidentschaftsthema.
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Joachim Gauck ist ein Relikt der analogen Zeit – kein Wunder, dass gerade die Netzgemeinde über seine Nominierung erbost ist. Sieben Gründe gegen den sogenannten Konsenskandidaten.