Wahre Demokratie ist ein rares Gut. Schon die westliche Welt kämpft mit sich, wenn es um die stetige Einhaltung aller bürgerlichen Grundrechte geht. Doch wie errichtet man einen demokratischen Staat aus den Trümmern eines Bürgerkriegs? Ein Bericht aus Post-Revolutien.
Hastige Eingriffe der internationalen Gemeinschaft und überzogene Erwartungen schmälern die Erfolgschancen für den Wandel in Post-Revolutien. Das fiktive Land ist der Archetypus ungeduldiger Entwicklungspolitik.
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Jeder Staat hat seine Besonderheiten. Auch fragile Staaten brauchen spezifische Lösungswege, um militante Regime abzuschütteln und eine verantwortungsvolle Regierung wiederherzustellen. Neues Vertrauen zwischen Staat und Volk keimen zu lassen, erfordert vor allem Geduld.
Trotz jahrelanger Erfahrung hat die internationale Staatengemeinschaft nicht gelernt, mit post-revolutionären Staaten richtig umzugehen. Statt die betroffenen Regionen gründlich zu analysieren, rücken wir immer wieder mit vermeintlichen Allzweckwaffen an.
Erwartungsmanagement gehört zu den Primärtugenden in der Politik. Das gilt auch für den Wiederaufbau unseres fiktiven Landes Post-Revolutien. 20 Jahre autokratischer Regierungsführung haben Spuren hinterlassen, die man nur mithilfe internationaler Zusammenarbeit und offener Kommunikation beseitigen kann. Unerfüllbare Versprechen helfen dabei niemandem.
Ist der Umsturz erst einmal geschafft, kommt alles darauf an, die Moral der Bevölkerung in gute Regierungsführung umzumünzen. Allgemeine Budgethilfen aus dem Ausland helfen da kaum weiter, ebenso wenig wie Demokratieimport. Vielmehr braucht das fiktive Land Post-Revolutien einen Mix aus demokratischer und wirtschaftlicher Entwicklung sowie chancengerechter Bildung.
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Transparenz ist oberstes Gebot. Um den korrupten Regierungsapparat unseres fiktiven Landes Post-Revolutien zu entschlacken, braucht es den Mut, Politiker zur Rechenschaft zu ziehen. Mit Auslandsinvestitionen und wirtschaftlichen Perspektiven kann es das Volk schaffen.