„Wenn man länger als eineinhalb Stunden über Bürokratie-Abbau spricht, ist das dann Bürokratie?“ Franz Müntefering
Der 1977 in Wuppertal geborene Journalist ist Mitherausgeber des Magazins „Zenith – Zeitschrift für den Orient“. Gerlach studierte Geschichte und Orientalistik in Hamburg und Paris. Als freier Mitarbeiter und Autor zahlreicher TV-Dokumentationen, vornehmlich zu Themen des Nahen Ostens und der islamischen Welt, hat er sich einen Namen gemacht. Gerlach ist außerdem Mitgründer und Chefredakteur des Deutschen Levante Verlags. Im Frühjahr 2012 reiste Gerlach nach Syrien und berichtete unter anderem über die konfessionelle Dimension des Bürgerkriegs.
Zuletzt aktualisiert am 20.08.2012
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In seiner Kolumne „Die Syrien-Schande“ schimpft Alexander Wallasch, die „bundesdeutsche Journaille“ mache sich zu Gehilfen einer Verschwörung in Syrien. Es lohnt sich, hin und wieder die Zeitung zu lesen.
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Europa verschlief das Erwachen der Araber – Israel hat bis heute keine Haltung dazu finden können. Immerhin hat das den Arabischen Frühling bislang davor bewahrt, zum Opfer von Verschwörungstheorien zu werden.
Die Herrscher in den Golfstaaten verurteilen die Gewalt in Libyen – mit Gaddafi haben sie ohnehin noch abzurechnen. Derweil wären sie froh, wenn es in Bahrain wieder ruhig wird.
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Weder Amerika noch Israel und die Palästinenser sind derzeit in der Lage, den Konflikt durch Endstatus- oder Friedensverhandlungen zu lösen. Alle Seiten drücken sich um das, was sie nun gut gebrauchen könnten: ein Interimsabkommen, das so lange währt, bis die Regierung Netanjahu stürzt.
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Amerikas Rechte bricht einen Moscheestreit vom Zaun und erstickt das Land in einer Spießigkeit, wie sie bislang nur in Europa denkbar schien.
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Die Allianz zwischen Israel und der Türkei ist nicht zerbrochen, aber sie hat Sturmschäden erlitten. Früher blieb ihre Gestaltung Militärstrategen vorenthalten – heute spielt die öffentliche Meinung mit.
Noch vor wenigen Monaten galt es als originell, Barack Obama und seine neue Außenpolitik für gescheitert zu erklären. Aber ehe sich die Skeptiker versahen, hat sie der Mainstream eingeholt.
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Die Sprache des Islam ist revolutionär – und für politische Zwecke zu gebrauchen. Um den globalen Dschihad zu befeuern, sucht El Kaida jedoch nicht nur im Koran nach Argumenten, sondern auch in der islamischen Geschichte.
Dass Israel die größte Herausforderung für Außenpolitiker sei, ist ein verbreiteter Irrtum. Er wird dadurch nicht wahrer, dass man ihn fortwährend wiederholt.
Israels rechte Regierung hat im Ausland derzeit wenig Freunde. Europäische Politiker und Diplomaten denken nostalgisch an die Zeiten, da in Jerusalem eine freundliche Linke mit politischen Idealen herrschte. Doch das ist eine Lebenslüge der internationalen Politik.