Was ist nur mit der Frauenbewegung passiert, dass sich immer weniger Frauen dafür interessieren? Wie Fossile aus überlebten Zeiten wirken Alice Schwarzer und ihre Weggefährt_Innen mit den immer noch gleichen Parolen seit 20 Jahren. Die Feministinnengeneration 50+ dominiert die gesellschaftliche Diskussion, während die jungen Frauen unaufhaltsam ihrer Wege gehen und mit Befremden auf Phantom-Debatten blicken, die so rein gar nichts mit ihrem Alltag zu tun haben. Ist doch die rechtliche Gleichstellung der Frau lange erreicht. Jetzt geht es ans Eingemachte. Die Details. Aber der weitere Weg dorthin ist höchst umstritten.
Ist es das, wofür die Frauenbewegung 100 Jahre lang gekämpft hat?
Da arbeitet man sich an der Forderung nach einer Frauenquote ab und ignoriert, dass die junge Frauengeneration dies nicht will. Wie eine Gouvernante will uns eine Frau von der Leyen ans Händchen nehmen und zu unserem Wohl eine Frauenquote konstituieren, gegen die sich gerade junge, politisch engagierte Frauen mit Händen und Füßen wehren. Weil wir ja nicht wissen, was gut für uns ist und wir alleine nicht denken können. Welch Anmaßung und Beleidigung adressiert an eine nachwachsende Frauenelite. Ignoriert wird auch, dass die diskutierte Quote einer gut bezahlten Minderheit von vielleicht 300 Frauen nützen würde, den Rest aber wie üblich außen vor lässt. Ist es wirklich das, wofür die Frauenbewegung 100 Jahre lang gekämpft hat? Dass wir unsere Töchter in dem Bewusstsein auf den Weg schicken sollen, dass sie zwar inzwischen besser ausgebildet sind als die Männer, sie es aber ohne Protektion nicht schaffen? Go home! möchte man ihnen da zurufen.
Unglaublich viel Frustration spricht aus den Statements der alten Riege. Es geht ihnen nicht schnell genug und jetzt soll also der Gesetzgeber ran, um zu erzwingen, wofür zahlreiche Frauen gar nicht kämpfen. Und jeder, der nicht mit ist auf dem Weg, ist natürlich eine Verräterin an der Sache. Deswegen muss sich Familienministerin Schröder von Frauenalleinvordenkerin Schwarzer vorwerfen lassen, sie sei schlicht ungeeignet für ihren Job, nur weil sie nicht bereit ist, den vorgezeichneten und durchgegenderten Parcours abzulaufen und sich eine eigene Meinung erlaubt. Und so müssen sich heute Hunderttausende von Frauen und Müttern als feige und faul beschimpfen lassen, nur weil sie die Idealvorstellung von einem perfekten Frauenleben nicht mit einer „bewussten“ Nicht-Mutter Mika teilen.
Wir schlittern in eine Diktatur des Feminismus
Längst laufen die Fronten nicht mehr Mann gegen Frau, sondern Frau gegen Frau. Nachdem wir die Zwänge des Patriarchats aufgebrochen haben, schlittern wir gerade in eine Diktatur des Feminismus. Kämpfte man früher dafür, sich aus den Zwängen eines bürgerlichen Weges zu befreien, müssen Frauen heute darum kämpfen, im bürgerlichen Leben verbleiben zu dürfen.
Durfte man früher nicht arbeiten gehen, muss man heute Karriere machen. Musste man früher viele Kinder bekommen, ist man heute als Vollzeitmutter von den Geschlechtsgenoss_Innen geächtet. Da wird ein gemeinsames Frauenkollektiv beschworen, das es in Wirklichkeit nicht gibt. Dafür sind die Ziele der Frauen heute zu unterschiedlich geworden und die Wege dorthin ebenso. Es gibt keine gemeinsamen Zielvorstellungen mehr, es kann nur die Freiheit geben, seine Ziele selbst zu finden. Die Frauen heute kämpfen nicht mehr darum, den einen, vorgeschriebenen Weg verlassen zu dürfen, sondern darum, ihren eigenen in der unendlichen Vielfalt finden zu dürfen.
















Prima Artikel! Als Vater einer jungen Tochter kann ich das nur voll unterstützen.
“müssen Frauen heute darum kämpfen, im bürgerlichen Leben verbleiben zu dürfen” – und das ist auch gut so, bürgerlich bedeutet nämlich unterdrückt. Diese Frauen merken das nicht einmal! http://www.frauen-quote.de
Ihre angegebene Seite ist eine totale Farce und einfach nur lachhaft! Eine Frauenquote dieser Art will doch kein vernünftig denkendes weibliches Wesen!
Traurig!
@Lilith: "und das ist auch gut so, bürgerlich bedeutet nämlich unterdrückt. Diese Frauen merken das nicht einmal! "
Und deshalb muß es “diesen Frauen” einfach zwangsweise eingebleut werden. Gell, das kennen wir schon von der Pseudo-Soziologen der RAF, daß die Gesellschaft, die Bevölkerung, die Arbeiter oder wer auch immer “noch nicht das richtige Bewußtsein” habe. Das wollte man den Leuten früher gerne reinbomben und hatte schon die Umerziehungslager von Nazis und Kommunisten im Auge, die waren doch gar nicht so schlecht. ..
Wieso ist der Wunsch nach einem geregelten Familienleben = Untertrückt??
Unterdrückt sind Sie selber, durch einen in zwei Keile eingeklemmtes Vorurteil und geistige Verwahrlosung
By-By Lilith
Etwas vom Besten, was ich in den letzten Jahren gelesen habe! Die Autorin hat es verstanden, das Wesentliche pointiert auf den Punkt zu bringen.
Von welchen jungen Frauen sprechen Sie eigentlich? Von mir und vielen anderen sicher nicht. Ich bin 25 und viele meiner Generation denken anders, als Sie sich das so vorstellen. Ich finde die Forderungen von Alice Schwarzer alles andere als überholt. Leider. Nicht zuletzt dank solcher Artikel wie dem Ihren geht es eben auch immer wieder meterweise zurück. viele grüße von julia
@Julia (((“Ich finde die Forderungen von Alice Schwarzer alles andere als überholt.”)))
Welche Forderung ist von der lesbischen Alice ist denn nicht überholt?
[ ] Den Männern, den Penis abzuschneiden
[ ] Jungs müssen unterdrückt werden, damit es die Mädchen leichter haben.
Bitte ankreuzen.
Gleichberechtigung ist ein Menschenrecht. Gleichstellung (z.B. Quote) ist ein Verbrechen, das schon mehrfach von höchsten Gerichten für illegal erklärt wurde.
Faktencheck täte hier mal gut. Würde ich dich persönlich kennen Tom, dann würde ich mit dir eine Wette über 100 Euro abschließen: Findest du in einen der Texte von Frau Schwarzer, diese angeblichen Forderungen (und ich meine nun nicht: weit interpretiert), dann hätte ich die 100 Euro verloren
Wenn du schon nicht zahlen willst, dann könntest du ja wirklich etwas großzügiger sein. Ist dir die Mutter des Männerhasses nur lumpige 100 fiktive Euro wert?
Faktencheck täte hier mal gut. Würde ich dich persönlich kennen Tom, dann würde ich mit dir eine Wette über 100 Euro abschließen: Findest du in einen der Texte von Frau Schwarzer, diese angeblichen Forderungen (und ich meine nun nicht: weit interpretiert), dann hätte ich die 100 Euro verloren. Man kann von Alice Schwarzer, Feminismus usw. halten was man will – aber es würde so manche Diskussion bereichern, wenn man wenigsten einigermaßen bei den Tatsachen bliebe und selbst Meinungsgegnern keine Falschaussagen unterjubelt.
Ich habe im 2. Beitrag unter dem beruflichen Label gepostet, da nach dem ersten Beitrag eine Fehlermeldung erschien und der Text unterbrochen wurde…
@trendsmitter/Andrea: „Wenn wir wollen, dass es unsere Töchter einmal leichter haben, müssen wir es unseren Söhnen schwermachen“, hieß es 1986 in der Zeitschrift „Emma“, die von Alice Schwarzer herausgegeben wird. Reicht das für die 100 Euro, die Tom gerne überlasse?
Original Alice Schwarzer (nachdem Lorena Bobbitt ihrem schlafenden Mann den Penis abschnitt und dann weg fuhr und den Penis aus dem Autofenster warf):
“Sie hat ihren Mann entwaffnet. (…) Eine hat es getan. Jetzt könnte es jede tun. Der Damm ist gebrochen, Gewalt ist für Frauen kein Tabu mehr. Es kann zurückgeschlagen werden. Oder gestochen. Amerikanische Hausfrauen denken beim Anblick eines Küchenmessers nicht mehr nur ans Petersilie-Hacken. (…) Es bleibt den Opfern gar nichts anderes übrig, als selbst zu handeln. Und da muss ja Frauenfreude aufkommen, wenn eine zurückschlägt. Endlich!”
Die lesbische Alice Schwarzer war widerwärtig und bleibt widerwärtig.
Aber im femi-faschistischen Deutschland kriegt Schwarzer sogar noch Bundesverdienstkreuze.
Wo sind meine 100 Euro???
Toller, auf den Punkt gebrachter Artikel – sie sprechen mir aus dem Herzen!