Seit Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise hat sich – nicht nur in Spanien – ein Gefühl der Hilflosigkeit breitgemacht, bezüglich der Sparprogramme, die Regierungen ihren Ländern auferlegten, um die schwere globale Krise zu bekämpfen. Dieses Gefühl weitete sich im vergangenen Jahr zu einer Angst aus, sich direkt vor dem Kollaps zu befinden, aus dem uns die EU wirtschaftlich retten müsste. Durch die Reformen der Regierung wurde dieser Kollaps abgewendet – allerdings verwandelte sich die Unsicherheit in Wut über die drastischen Sparmaßnahmen.
Das System von innen verändern
All dies sorgte für Bürgerbewegungen, die ihrem Unmut bereits vor dem 15. Mai Luft machten. Die Gesellschaft geriet in Bewegung und es gärte der Gedanke, „die Straßen zu erobern“, um sich Gehör zu verschaffen: eine Idee, die mit den Demonstrationen vom 15. Mai ihren vorläufigen Höhepunkt erreichte. Wie wir alle wissen, kampierten die Demonstranten tagelang an der Puerta del Sol. Die Bewegung entstand aus zahlreichen Motiven heraus, wovon wir viele teilen. Eines unterscheidet uns aber ganz deutlich von den Demonstranten: Obwohl wir auch jung sind und genauso empört, haben wir vor Langem beschlossen, einer Partei beizutreten, um das System von innen zu verändern.
Und auch wenn wir manche Vorschläge teilen, stimmen wir dem Satz „Sie repräsentieren uns nicht“ nicht zu. Man muss sich nur daran erinnern, dass die Politiker von Millionen Wählern ins Amt gehoben wurden. Auch widersprechen wir dem Gedanken, die Demokratie sei nicht echt. Selbst das beste politische System hat Probleme und so müssen wir nach Lösungen suchen, um die Entfaltung der Demokratie zu unterstützen.
Schockwellen der Wirtschaftskrise
Vielleicht ist das Hauptproblem der „Empörten“, dass sie nicht zwischen politischen Projekten zu unterscheiden wissen. Viele ihrer Kommissionen brachten konkrete Forderungen hervor, doch allen liegt das Gefühl „Alle Parteien sind gleich“ zugrunde. Das hat der spanischen Rechten nachweislich geholfen, ist aber unfair. Unfair ist es deswegen, weil die Linken die schlimmste Wirtschaftskrise zu unseren Lebzeiten zu bewältigen hatten, jedoch dabei nicht die sozialen Rechte der spanischen Bürger einschränkten.
Auch in der Politik gibt es viele Empörte – ich zähle mich selbst dazu. Und wir fordern seit Jahren vieles von dem, was nun die Medien beherrscht. Beispielsweise fordert die Bewegung nun Beteiligungsprojekte wie Bürgerhaushalte und verweist auf das Beispiel von São Paulo in Brasilien. Doch müssen wir nicht einmal so weit schauen, denn während der letzten Legislaturperiode ließ die Stadt Albacete in Castilla la Mancha über 25 Prozent ihres Budgets von den Bewohnern beschließen – weit mehr als in Brasilien.
Kämpft weiter!
Die spanische Jugend hat eine klare Botschaft geschickt: „Genug davon, nicht mehr“, die wir Parteien verstehen sollten. Und wir hoffen, dass ihre Botschaft nicht untergeht, nun da sie die Plätze verlassen hat. Denn Parteien brauchen eine lebendige Gesellschaft, die Vorschläge macht, sich beschwert und ihre Meinung ausdrückt. All das bereichert die Gesellschaft, die Demokratie und das Land.
Deshalb: kämpft weiter, wenngleich friedlich. Viele von uns in den Parteien waren jahrelang empört und daher brauchen wir euch. Denn wir wollen eine Jugend, die sich mobilisiert und organisiert; die uns kritisiert und korrigiert. Aber wir benötigen auch eine Jugend, die an Politik glaubt, und Politiker, die an die Jugend glauben. Denn Herausforderungen gibt es weiterhin mehr als genug.


















Toller Beitrag.
Das was mich nur wundert sind unsere Deutschen, anscheinend weit überbezahlten Arbeitnehmer, Hartz4 Empfänger und Rentner die anscheinend zu müde und faul geworden sind für die Rechte zu kämpfen.
Letztlich der Betrug an den Renten, der Arbeitslosenversicherung und an den Studiengebühren geht nur zugunsten unserer Lobbyisten in Europa und auch Weltweit. Fangen wir doch endlich mal in Deutschland an. Helmut Kohl sagte:“Mir habt Ihr den Euro und das gemeinsame Europa zu verdanken und es kostet Euch keinen Pfennig”. Norbert Blühm sagte: “Die Renten sind sicher”. Gerhard Schröder sagte:" Mir habt Ihr die EU Ost Erweiterung zu verdanken und kostet Euch keinen Cent.
Von Gerhard Schröder`s Schweinerei mit seinem Prostituiertem Deal mit Herrn Peter Hartz und dem Betrug am Arbeitslosem Geld. oder dem Rentenbetrug durch Riester und Rürrup ganz zu schweigen.
Aber wie immer der Deutsche schläft und genießt die Armut.
Fast vergessen, die Veröffentlichung wurde damals stark eingeschrängt.
http://www.miprox.de/Schuldenuhr.html deshalb nur der Stand 2009.
Weder in Deutschland, Griechenland, Spanien, Frankreich oder in meinem geliebtem Italien werden die Wirtschschftsbosse/ Spekulanten und vor allem die mehr als unfähigen Regierungsbeauftragten zur Kasse gebeten. Ein Helmuth Kohl, Norbert Blühm, Gerhard Schröder, Hartz, Riester, Rürrup, Trittin, Frau Roth sollten im tiefsten Bergwerg endlich mal richtige Arbeit kennen und schätzen lernen.
Dieser Beitrag zeigt einzig und alleine, wie korrumpiert unser System ist. Die spanische Bewegung hat eben nur deshalb erfolg, weil sie sich nicht mit den Parteien gemein gemacht hat. Das gegenteilige Beispiel war für den aufgeklärten Beobachter in Frankreich zu sehen. Die Empörten haben kein Problem mit ihrer Agenda, sie soll eben gar nicht unisono sein, sondern setzt auf Basisdemokratie und Pluralismus. Eben genau dem, was unseren Parteien schon lange abhanden gekommen ist. Wir deutschen wählten (im Glauben das kleinere Übel zu wählen) 1998 Rot-Grün. Diese linke Koalition beendete entgegen ihrer Ankündigung den rhenisdchen Kapitalismus und öffnete den Spekulanten Tür und Tor. Es fand nachweislich eine Umverteilung des Geldes in Richtung der Reichen statt. Eine Wahlalternative bietet bisher keine Partei, nichteinmal die Piraten. Auch der Autor dieses Artikels versucht nur zu beschwichtigen und uns Empörten einzureden, wir könnten durch den altbekannten Marsch durch die Institutionen etwas verändern. Diesen Mythos höre ich seit meiner Kindheit und ich bin definitiv nicht länger bereit mich blenden zu lassen. Die Wahrheit ist, daß mittlerweile Millionen von Europäern lautstark protestieren ohne gehört zu werden. In Athen kann man definitiv von bürgerkriegsähnlichen Zuständen sprechen. Wer das nicht glaubt und sich für intelligent hält, soll einfach einmal Youtube und Co bemühen. Fast alle Medien, einschließlich diesem Artikel spielen die immensen Proteste und ihre Forderungen gezielt herunter. Dies kann nur zu einer Eskalation führen, denn die Masse der Menschen hat das Gefühl nicht gehört zu werden und wird sich deshalb ebendieses Gehör verschaffen. Es ist an der Zeit aufzuwachen und auf die Straße zu gehen, für die Freiheit, für die Gleichheit. Nur mal so zum nachdenken: Für wen arbeiten denn die führenden Köpfe der ehemaligen rot-grünen Bundesregierung heute? Warum haben sie wohl den, von ihnen selbst so getauften Heuschrecken, die Tore geöffnet? Vertrauen in die Politik erscheint mir als aufgeklärtem Menschen mittlerweile mehr als lächerlich. Siehe S21, Vorratsdatenspeicherung, INDECT, ACTA, SWIFT, HARTZ4, usw. Unsere Banken leihen sich Geld zu 1,5 Prozent Zinsen und verleihen dieses Buchgeld dann zu 5 Prozent nach Griechenland und machen somit mit deren Bankrott Profit. Gleichzeitig hetzen unsere Politiker das Volk mit willfährigen Medien auf die faulen Griechen. Und anstatt Mißstände zu benennen, beschwichtigt der Artikel dieses Autors nur. Wir sitzen alle in einem Topf mit kaltem Wasser und unser Staat erhöht ganz langsam die Temperatur. Wir werden erst merken, dass es heiß wird wenn wir schon kochen und das ist die Schuld von den Medien. Diese nehmen ihre Funktion als vierte Gewalt und Korrektiv in keiner Weise wahr. Vielleicht hätte der Autor erst das Buch von Stefan Hessel lesen sollen, bevor er über die daraus hervorgegangene Bewegung Unsinn schreibt. Aber das ist ja nicht in seinem Interesse. Er will nur möglichst lange seine Diäten behalten und dabei seine Brüder und Schwestern in die Sklaverei treiben. Doch wir sind hier und wir sind empört. Unsere Idee ist in der Welt und dort wird sie bleiben. Weltweit. Es wäre besser, man würde Anfangen dies zu erkennen und darüber zu berichten. Niemand von uns will Gewalt. Aber schon bei S21 sieht man, dass diese entsteht, wenn man zu lange Volkes Meinung unterdrückt.