Der studierte Politologe ist Programmdirektor Russland/Eurasien der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V. Zuvor war Rahr wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungsinstitut von Radio Freies Europa/Radio Liberty und Projektmanager am Bundesinstitut für ostwissenschaftliche und internationale Studien. Er schrieb Biografien von Michail Gorbatschow und Wladimir Putin sowie u.a. des neu erschienenen Buches “Der Kalte Freund”. Im Jahr 2003 wurde Rahr das Bundesverdienstkreuz verliehen, zudem ist er Ehrenprofessor an der Moskauer Staatsuniversität für internationale Beziehungen.
Zuletzt aktualisiert am 26.10.2011
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Zwei Jahrzehnte nach dem Untergang der UdSSR ist auf Teilen des damaligen Territoriums ein neuer Verbund entstanden. Die Länder Osteuropas sind willig, haben sie die Chance auf eine EU-Mitgliedschaft doch aufgegeben - jetzt muss Moskau nur aufpassen, die Beitrittskandidaten nicht zu marginalisieren.
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Im Westen steht Putin für Stagnation und Autokratie. Aus der Binnenperspektive ist er jedoch bereits jetzt der Reformator, der das Land aus der großen Krise der Neunzigerjahre befreit hat. So erklärt sich auch seine ungebrochene Beliebtheit in der Bevölkerung. Doch für die kommende junge Generation dient nicht mehr die Krise der Vergangenheit als Referenz, sondern der Lebensstandard in Europa.
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Quer durch den Nordkaukasus verlaufen historische, ethnische und religiöse Konfliktlinien, denen die Ordnungsmacht Russland nicht Herr werden kann. Vermutlich von der al-Qaida unterstützt, formiert sich ein neuer gefährlicher islamistischer Untergrundkampf gegen Russland.