Nur Kinder, Narren und sehr alte Leute können es sich leisten, immer die Wahrheit zu sagen. Winston Churchill

Alexander Graf

Alexander Graf

Dr. phil. Alexander Graf beschäftigt sich primär mit der deutschen und österreichischen Geschichte. 2014 promovierte er mit einer Arbeit über die deutschnationale Bewegung in Österreich-Ungarn an der Karl-Franzens-Universität Graz. Zuvor studierte er in Paderborn und Marburg. Seit einigen Jahren schreibt er für verschiedene Print- und Online-Magazine aus dem deutschsprachigen Raum über Themen aus den Bereichen Kultur, Geschichte, Politik und Musik. Er wurde 1983 in Westfalen geboren.

Zuletzt aktualisiert am 30.03.2017

Debatte

Der tapfer ignorierte Krieg in Europa

Die Erschütterung über die Terroranschläge von Manchester am 22. Mai und von London am 3. Juni ist wieder der alltäglichen Routine gewichen. In der breiten Öffentlichkeit sind die Toten und zum Teil schwer Verletzten fast schon in Vergessenheit geraten.

Debatte

Weimarer Verhältnisse jenseits des großen Teichs

Die Antifa in Europa und speziell Deutschland ist es gewohnt, dass ihre Aktionen medial als „Kampf gegen rechts“ beklatscht werden. Die von ihnen angewandte Gewalt wird als notwendiges Übel verharmlost oder legitimiert. Auch wenn immer wieder sogar Politiker zum Opfer von Antifa-Angriffen werden, ächtet man diese Gruppen hierzulande nicht konsequent. Etwas anders verhält es sich in den USA.

Debatte

Vom Spiel mit dem Feuer

Die geheimdienstlich betriebene Destabilisierung von Kriegsgegnern ist bis heute ein beliebtes Mittel in internationalen Konflikten. Was die USA immer wieder mit höchst wechselhaftem Erfolg betreiben, versuchte auch das Deutsche Reich im Ersten Weltkrieg, exakt vor 100 Jahren. Das Ergebnis war eine jahrzehntelange Menschheits-Katastrophe, die unsägliches Leid brachte. Auch in Deutschland.

Debatte

„Schlagbaum auf“ statt „unschöner“ Bilder

Wohl nur zu gut erinnert man sich noch an die Bilder aus dem Sommer 2015, als die Massen der Asylsuchenden über den Balkan nach Mitteleuropa zogen; ganze Kolonnen, die scheinbar unaufhaltsam ihren Weg zurücklegten. Ebenso gehören in diese Monate die Bilder von den Bahnhöfen, als Einheimische die Neuankömmlinge so empfingen, als seien lang ersehnte Befreier angekommen.

Debatte

Spiel mit dem Feuer

Es gehört zu den festen Bestandteilen der Weltsicht der politischen Linken, dass sie stets Opfer eines repressiven Staates sind. Sollte sie es einmal nicht sein, so steht der Linke selbstredend auf der Seite anderer Opfergruppen. Im Wahljahr wird dieses Narrativ besonders inbrünstig gepflegt. Schließlich will die Gefolgschaft mit vertrauten Feindbildern mobilisiert und bei Laune gehalten werden.

Debatte

Zeit für die Direktwahl

Der Bundespräsident bekleidet das höchste Amt in der Bundesrepublik Deutschland. Man sollte meinen, dass ihm angesichts dessen auch eine dementsprechende Wertschätzung durch die Politik zukommt – doch weit gefehlt. Dass dieses Amt mittlerweile als politische Endstation für altgediente Parteisoldaten oder potentielle Rivalen der Kanzlerin dient, ist spätestens seit Christian Wulff offensichtlich.

Debatte

Vergebene Chancen und Erstarrungssymptome

Vor 30 Jahren wurde in Österreich die Regierung Vranitzky/Mock angelobt. Franz Vranitzky war der Kanzler mit SPÖ-Parteibuch, Alois Mock sein Vize von der ÖVP. Es war gewissermaßen der Auftakt der Dauer-GroKo in der Alpenrepublik. Seitdem gab es nur in den Jahren 2000 bis 2007 andere Regierungsbündnisse, an denen die FPÖ jeweils als Juniorpartner beteiligt war.

Debatte

Die Trolle sind los

Nach dem medialen Strohfeuer ist es wieder ruhig geworden um die Alt-Right Bewegung. Das Spektrum der alternativen Rechten in den USA war nach dem Wahlsieg Trumps in den Medien omnipräsent. Der Namensgeber der „Bewegung“, Richard Spencer, bekam globale Aufmerksamkeit. Doch ist diese Gruppe wirklich bedeutend? Ist nicht vielmehr die Art, wie sie Aufmerksamkeit generiert, viel interessanter?

Debatte

Zittern vor „Breitbart News“

In den Redaktionsstuben macht sich Unbehagen breit. Unbehagen? Von wegen! Es ist die nackte Angst. Der Grund dafür sind „Fake-News“. Falschmeldungen seien so wirkmächtig, dass sie gar Donald Trump den Weg ins Weiße Haus geebnet hätten – so zumindest lautet die Erklärung, die nicht wenige Medienschaffende hierzulande parat haben. Das ist nichts als ein Ausdruck der Hilflosigkeit.

Debatte

Als das Reich den Frieden wollte

Am 12. Dezember 1916, mitten im Ersten Weltkrieg, unterbreiteten die Mittelmächte der Entente ein Friedensangebot. Am 30. Dezember lehnten die Westmächte ab. Mit Folgen bis auf den heutigen Tag, zum Beispiel in Syrien: weil speziell Frankreich und England damals im selben diplomatischen Kontext einen Grundstein für den erweiterten Nahostkonflikt legten.

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