Wir verlieren unsere Arbeit an Maschinen. Jeremy Rifkin

Alexander Graf

Alexander Graf

Dr. phil. Alexander Graf beschäftigt sich primär mit der deutschen und österreichischen Geschichte. 2014 promovierte er mit einer Arbeit über die deutschnationale Bewegung in Österreich-Ungarn an der Karl-Franzens-Universität Graz. Zuvor studierte er in Paderborn und Marburg. Seit einigen Jahren schreibt er für verschiedene Print- und Online-Magazine aus dem deutschsprachigen Raum über Themen aus den Bereichen Kultur, Geschichte, Politik und Musik. Er wurde 1983 in Westfalen geboren.

Zuletzt aktualisiert am 15.04.2018

Debatte

Hurra, sie stricken noch!

Jahrestage von politischen Ereignissen haben es an sich, dass man sich wahlweise freudig oder in gedrückter Stimmung an die Vergangenheit erinnert. Ist das Ereignis ein parteipolitisches, so verläuft die Differenzierung zwischen froh und verärgert zumeist entlang der Trennlinie von Anhängern und Gegnern. So ist es auch im Fall des 29. März 1983, als die Grünen erstmals in den Bundestag einzogen.

Debatte

Nazi-Schlagzeilen gehen immer!

Wenn sich hierzulande in den Redaktionsstuben Langeweile einstellt, kennt man ein sicheres Mittel, für Aufmerksamkeit beim Leser zu sorgen. Einfach irgendwas mit „Nazi“ oder gleich „Hitler“ selbst in die Titelzeile und ab geht die Post. Fakten stören da schlimmstenfalls und werden lieber gleich geändert oder ignoriert.

Debatte

Gezerre um die Weiße Rose

Manche Gedenktage verbinden sich mit scheinbar unvermeidlichen Ritualen. Die Erinnerung an den Widerstand der Weißen Rose, deren Mitglieder Hans und Sophie Scholl sowie Christoph Probst vor 75 Jahren, am 22. Februar 1943, gehenkt wurden, gehört dazu. War die Gruppe nach 1945 zunächst bewusst entpolitisiert worden, tobt nun ein Vereinnahmungskampf zwischen Links und Rechts um sie.

Debatte

Ein Liederbuch als Stolperstein für ein ganzes Milieu

Antisemitisches Liedgut im Gesangbuch der pennalen Burschenschaft – das ist widerwärtig, aber das ist keine Staatsaffäre. Anders bei der Germania zu Wiener Neustadt. Denn der ehemalige Spitzenkandidat der FPÖ Niederösterreich, Udo Landbauer, war hier Mitglied, ja, sogar verantwortlicher Vorstand. Nun musste sogar Bundeskanzler Sebastian Kurz eingreifen.

Debatte

Von Ablenkungsmanövern und Denkverboten

Der Erste Weltkrieg lässt uns nicht los. Die Überprüfung der Ereignisse in Belgien 1914 und eine mögliche Neubewertung sollte nicht für den Tagesgebrauch politischer Interessen instrumentalisiert werden. Dass aktuelle Forschungsdiskussionen gleich Eingang in den politischen Betrieb halten und so zu Waffen im Meinungskampf um handfeste Interessen werden, kann nur als unglücklich bezeichnet werden.

Debatte

Nötige Entgegnung auf einen unnötig polemischen Beitrag

In der Geschichtswissenschaft wird umso erbitterter um Inhalte gerungen, je mehr damit liebgewonnene Vorstellungen verknüpft sind. Umso lebhafter ist es zu begrüßen, wenn sich doch immer wieder Historiker finden, die es wagen, neue Perspektiven zu eröffnen, sich Themenkomplexen aus bisher unbeachteten Blickwinkeln zu nähern und so verblüffende oder gar verstörende Erkenntnisse zutage fördern.

Debatte

Liberale Sehnsucht nach Jamaika?

Auch knapp drei Monate nach der Bundestagswahl steht die Bundesrepublik ohne funktionsfähige Regierung da. Nach dem Abbruch der Gespräche zwischen CDU/CSU, FDP und Grünen bemühen sich die einzelnen Parteien darum, einen Weg zu finden, in neuen Konstellationen wieder an den Verhandlungstisch zu kommen. Auch die SPD mischt mit. Interessanter ist jedoch, was die Liberalen machen.

Debatte

Berlin 1929: im Rausch des Verbrechens

Langfristig angelegte Fernsehserien mit komplexen Charakterzeichnungen sind auf einem neuen Niveau angelangt. Bekannt sind etwa die US-Produktionen „breaking bad“ und die global erfolgreichen Dauerbrenner „the walking dead“ und natürlich „game of thrones“. Nun ist zuletzt mit den ersten beiden Staffeln von „Babylon Berlin“ auch Deutschland mit einer solchen Serie ins Rennen gegangen.

Debatte

Das Dritte Reich als Teil der Popkultur – kann das sein?

Der Nationalsozialismus ist wieder da. Zumindest kann dieser Eindruck entstehen, wenn man sich den Anteil von Spielfilmen, Serien und Computerspielen anschaut, die sich mit dieser historischen Epoche und allem rund um das Thema Zweiter Weltkrieg beschäftigen. Hier einfach zur Tagesordnung überzugehen: das kann nicht sein.

Debatte

ÖVP und FPÖ in Koalitionsverhandlungen – felix Austria?

Nach der Nationalratswahl war das Entsetzen in Teilen der deutschen und auch der österreichischen Medienlandschaft groß. Dabei war der Wahlsieg des konservativen ÖVP-Kandidaten Sebastian Kurz alles andere als überraschend. Auch das starke Abschneiden der FPÖ unter Parteichef Hans-Christian Strache war nicht unerwartet. Dass nun eine schwarz-blaue Regierung kommt, wollen nicht alle wahrhaben.

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