In einer Diktatur haben sie nur zwei Möglichkeiten: Konformität oder Widerstand. Marco Schöller

Alexander Graf

Alexander Graf

Dr. phil. Alexander Graf beschäftigt sich primär mit der deutschen und österreichischen Geschichte. 2014 promovierte er mit einer Arbeit über die deutschnationale Bewegung in Österreich-Ungarn an der Karl-Franzens-Universität Graz. Zuvor studierte er in Paderborn und Marburg. Seit einigen Jahren schreibt er für verschiedene Print- und Online-Magazine aus dem deutschsprachigen Raum über Themen aus den Bereichen Kultur, Geschichte, Politik und Musik. Er wurde 1983 in Westfalen geboren.

Zuletzt aktualisiert am 10.12.2017

Debatte

Liberale Sehnsucht nach Jamaika?

Auch knapp drei Monate nach der Bundestagswahl steht die Bundesrepublik ohne funktionsfähige Regierung da. Nach dem Abbruch der Gespräche zwischen CDU/CSU, FDP und Grünen bemühen sich die einzelnen Parteien darum, einen Weg zu finden, in neuen Konstellationen wieder an den Verhandlungstisch zu kommen. Auch die SPD mischt mit. Interessanter ist jedoch, was die Liberalen machen.

Debatte

Berlin 1929: im Rausch des Verbrechens

Langfristig angelegte Fernsehserien mit komplexen Charakterzeichnungen sind auf einem neuen Niveau angelangt. Bekannt sind etwa die US-Produktionen „breaking bad“ und die global erfolgreichen Dauerbrenner „the walking dead“ und natürlich „game of thrones“. Nun ist zuletzt mit den ersten beiden Staffeln von „Babylon Berlin“ auch Deutschland mit einer solchen Serie ins Rennen gegangen.

Debatte

Das Dritte Reich als Teil der Popkultur – kann das sein?

Der Nationalsozialismus ist wieder da. Zumindest kann dieser Eindruck entstehen, wenn man sich den Anteil von Spielfilmen, Serien und Computerspielen anschaut, die sich mit dieser historischen Epoche und allem rund um das Thema Zweiter Weltkrieg beschäftigen. Hier einfach zur Tagesordnung überzugehen: das kann nicht sein.

Debatte

ÖVP und FPÖ in Koalitionsverhandlungen – felix Austria?

Nach der Nationalratswahl war das Entsetzen in Teilen der deutschen und auch der österreichischen Medienlandschaft groß. Dabei war der Wahlsieg des konservativen ÖVP-Kandidaten Sebastian Kurz alles andere als überraschend. Auch das starke Abschneiden der FPÖ unter Parteichef Hans-Christian Strache war nicht unerwartet. Dass nun eine schwarz-blaue Regierung kommt, wollen nicht alle wahrhaben.

Debatte

Vom Luthergedenken zur Einigungsbewegung

Das andere runde Jubiläum, das sich unlängst ereignete, hatte auch mit Martin Luther und der Reformation zu tun. Am 18. Oktober 1817 sammelten sich auf der Wartburg bei Eisenach Studenten aus dem deutschen Sprachraum und gedachten des Reformators ebenso wie der nur vier Jahre zurückliegenden Völkerschlacht.

Debatte

Warum wir nicht in den 1920er Jahren leben

Der Pulverdampf des Bundestagswahlkampfes hat sich verzogen. Die Verlierer haben ihre Wunden geleckt und bereiten sich auf ein weiter-so vor; in welcher Regierungskoalition auch immer. Es scheint alles beim Alten geblieben zu sein – fast. Doch die Veränderung ist noch nicht fassbar, und darum wird ein Bild aus der Vergangenheit bemüht. Zu Unrecht.

Debatte

Neurotische Zerstörungswut

In den Vereinigten Staaten sind derzeit zerstörerische Angriffe auf die Denkmäler für die Konföderiertensoldaten aus dem Bürgerkrieg von 1861 bis 1865 an der Tagesordnung. Beobachter werten dies als symbolische Angriffe auf die Präsidentschaft von Donald Trump. Dies lässt, was den inneren Zustand der USA betrifft, tief blicken.

Debatte

Good violence vs. bad violence

Es ist passiert. Die monatelangen politischen Auseinandersetzungen in den USA haben ihr erstes Todesopfer gefordert. Am 12. August starb in Charlottesville Heather Heyer, als ein mutmaßlicher Rechtsextremist mit seinem Wagen in eine Gruppe von Gegendemonstranten raste und weitere 19 Personen verletzte.

Debatte

Verrat, Bestechung oder doch eine grüne Sinnkrise?

Kann sich ein Politiker – wie eigentlich und ausdrücklich im Grundgesetz festgeschrieben – auf sein Gewissen berufen oder sollte er sein Mandat niederlegen, wenn es ihn nicht mehr in seiner bisherigen Partei hält?

Debatte

Ruhe nach den Empörungsritualen

Der G20-Gipfel ist seit wenigen Wochen Geschichte. Die Bilder anarchischer Zustände mit meterhohen Feuern, ausgebrannten Autos, geplünderten Geschäften und gut organisierten linksextremen Kriminellen geraten wieder in Vergessenheit. Nun gut, Geschädigte – Auto- oder Ladenbesitzer – werden noch länger daran denken. Und auch die eingesetzten Polizisten, von denen 709 im Einsatz verletzt wurden.

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