Mit kleinen Jungen und Journalisten soll man vorsichtig sein. Die schmeißen immer noch einen Stein hinterher. Konrad Adenauer

Alexander Graf

Alexander Graf

Dr. phil. Alexander Graf beschäftigt sich primär mit der deutschen und österreichischen Geschichte. 2014 promovierte er mit einer Arbeit über die deutschnationale Bewegung in Österreich-Ungarn an der Karl-Franzens-Universität Graz. Zuvor studierte er in Paderborn und Marburg. Seit einigen Jahren schreibt er für verschiedene Print- und Online-Magazine aus dem deutschsprachigen Raum über Themen aus den Bereichen Kultur, Geschichte, Politik und Musik. Er wurde 1983 in Westfalen geboren.

Zuletzt aktualisiert am 12.02.2018

Debatte

Ein Liederbuch als Stolperstein für ein ganzes Milieu

Antisemitisches Liedgut im Gesangbuch der pennalen Burschenschaft – das ist widerwärtig, aber das ist keine Staatsaffäre. Anders bei der Germania zu Wiener Neustadt. Denn der ehemalige Spitzenkandidat der FPÖ Niederösterreich, Udo Landbauer, war hier Mitglied, ja, sogar verantwortlicher Vorstand. Nun musste sogar Bundeskanzler Sebastian Kurz eingreifen.

Debatte

Von Ablenkungsmanövern und Denkverboten

Der Erste Weltkrieg lässt uns nicht los. Die Überprüfung der Ereignisse in Belgien 1914 und eine mögliche Neubewertung sollte nicht für den Tagesgebrauch politischer Interessen instrumentalisiert werden. Dass aktuelle Forschungsdiskussionen gleich Eingang in den politischen Betrieb halten und so zu Waffen im Meinungskampf um handfeste Interessen werden, kann nur als unglücklich bezeichnet werden.

Debatte

Nötige Entgegnung auf einen unnötig polemischen Beitrag

In der Geschichtswissenschaft wird umso erbitterter um Inhalte gerungen, je mehr damit liebgewonnene Vorstellungen verknüpft sind. Umso lebhafter ist es zu begrüßen, wenn sich doch immer wieder Historiker finden, die es wagen, neue Perspektiven zu eröffnen, sich Themenkomplexen aus bisher unbeachteten Blickwinkeln zu nähern und so verblüffende oder gar verstörende Erkenntnisse zutage fördern.

Debatte

Liberale Sehnsucht nach Jamaika?

Auch knapp drei Monate nach der Bundestagswahl steht die Bundesrepublik ohne funktionsfähige Regierung da. Nach dem Abbruch der Gespräche zwischen CDU/CSU, FDP und Grünen bemühen sich die einzelnen Parteien darum, einen Weg zu finden, in neuen Konstellationen wieder an den Verhandlungstisch zu kommen. Auch die SPD mischt mit. Interessanter ist jedoch, was die Liberalen machen.

Debatte

Berlin 1929: im Rausch des Verbrechens

Langfristig angelegte Fernsehserien mit komplexen Charakterzeichnungen sind auf einem neuen Niveau angelangt. Bekannt sind etwa die US-Produktionen „breaking bad“ und die global erfolgreichen Dauerbrenner „the walking dead“ und natürlich „game of thrones“. Nun ist zuletzt mit den ersten beiden Staffeln von „Babylon Berlin“ auch Deutschland mit einer solchen Serie ins Rennen gegangen.

Debatte

Das Dritte Reich als Teil der Popkultur – kann das sein?

Der Nationalsozialismus ist wieder da. Zumindest kann dieser Eindruck entstehen, wenn man sich den Anteil von Spielfilmen, Serien und Computerspielen anschaut, die sich mit dieser historischen Epoche und allem rund um das Thema Zweiter Weltkrieg beschäftigen. Hier einfach zur Tagesordnung überzugehen: das kann nicht sein.

Debatte

ÖVP und FPÖ in Koalitionsverhandlungen – felix Austria?

Nach der Nationalratswahl war das Entsetzen in Teilen der deutschen und auch der österreichischen Medienlandschaft groß. Dabei war der Wahlsieg des konservativen ÖVP-Kandidaten Sebastian Kurz alles andere als überraschend. Auch das starke Abschneiden der FPÖ unter Parteichef Hans-Christian Strache war nicht unerwartet. Dass nun eine schwarz-blaue Regierung kommt, wollen nicht alle wahrhaben.

Debatte

Vom Luthergedenken zur Einigungsbewegung

Das andere runde Jubiläum, das sich unlängst ereignete, hatte auch mit Martin Luther und der Reformation zu tun. Am 18. Oktober 1817 sammelten sich auf der Wartburg bei Eisenach Studenten aus dem deutschen Sprachraum und gedachten des Reformators ebenso wie der nur vier Jahre zurückliegenden Völkerschlacht.

Debatte

Warum wir nicht in den 1920er Jahren leben

Der Pulverdampf des Bundestagswahlkampfes hat sich verzogen. Die Verlierer haben ihre Wunden geleckt und bereiten sich auf ein weiter-so vor; in welcher Regierungskoalition auch immer. Es scheint alles beim Alten geblieben zu sein – fast. Doch die Veränderung ist noch nicht fassbar, und darum wird ein Bild aus der Vergangenheit bemüht. Zu Unrecht.

Debatte

Neurotische Zerstörungswut

In den Vereinigten Staaten sind derzeit zerstörerische Angriffe auf die Denkmäler für die Konföderiertensoldaten aus dem Bürgerkrieg von 1861 bis 1865 an der Tagesordnung. Beobachter werten dies als symbolische Angriffe auf die Präsidentschaft von Donald Trump. Dies lässt, was den inneren Zustand der USA betrifft, tief blicken.

meistgelesen / meistkommentiert