Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen Schatten. Karl Kraus

Es geht um den Fortbestand der Kirche

Katholiken haben es dieser Tage nicht leicht. Bei aller zum großen Teil berechtigten Kritik an der katholischen Kirche darf die Berichterstattung nicht in Hetze ausarten. Es läuft etwas schief, wenn nachts Kirchenfenster eingeschmissen werden.

Oh ja, wir Katholiken leiden an der Kirche. Das liegt daran, dass wir uns nicht als unterdrückte Masse einer entrückten purpurgewandeten Hierarchie verstehen, sondern uns als Teil dieser Kirche erleben. Ich kenne keinen – ausnahmslos keinen – Katholiken, der sich im Moment nicht die Frage stellt, was in unserer Kirche los ist.

In der öffentlichen Diskussion zu den Missbrauchsfällen läuft einiges durcheinander:

1.) Schläge in der Schule: Frage ich meine Eltern, so erzählen sie, dass in der Schule früher immer und ausnahmslos geschlagen wurde: Das war die Sprache der Erziehung. Das ist heute nicht mehr so – Gott sei Dank. Eine ganze Gesellschaft hat ihre Kinder gezüchtigt. Arbeiten wir das als Gemeinschaft auf? Haben das unsere Eltern individuell für sich aufgearbeitet? Ob Domkapellmeister Ratzinger oder Bischof Mixa in einer Zeit, in der Züchtigung normal war, auch gezüchtigt haben, kann eine eigene Betrachtung verdienen – unter die Rubrik sexueller Missbrauch fällt das nicht.

2.) Worte der Entschuldigung: Johannes Paul II. hat im Jahr 2000 Gott um die Vergebung der Sünden gebeten, die die Kirche im Lauf ihrer Geschichte begangen hat. Im Jahr 2002 wurden unter Kurienkardinal Ratzinger strenge Richtlinien im Umgang mit Pädophilen getroffen. Benedikt XVI. hat in den USA Missbrauchsopfer getroffen. Er hat an die Kirche von Irland ein deutliches Wort geschrieben. Wenn wir ein Bild über das haben, was in Deutschland an Schaden durch Priester und Ordensleute entstanden ist, wird der Papst auch hierzu nicht schweigen.

3.) Ach ja, der Papst: Peter Wensierski hat auf Spiegel Online in paar Agenturen zusammengeschrieben und in dem Text die Frage gestellt, wann der Papst nun zurücktreten müsse. Es war ruhig geworden um die Kirche, die in den vergangenen Jahren der Lieblingsfeind von Rudolf Augstein, dem notorischen Katholikenhasser, war. Jetzt entwickelt der Spiegel im Netz wieder Kampagnenkraft. Matthias Matussek durfte als Replik seine, unsere Kirche verteidigen und sich erklären, warum er noch nicht ausgetreten sei.

4.) Die politischen Kirchenfeinde Leutheusser-Schnarrenberger, Claudia Roth und Renate Künast werden nicht müde, die Kirche zu kritisieren. Dabei gehören sie alle drei dem Beirat der Humanistischen Union an, die sich für straffreien Sex mit Kindern stark gemacht hat. An Bigotterie kann die sicher nicht um Raffinessen verlegene katholische Kirche hier noch etwas lernen.

Politikern geht es um die eigene Reputation

Das Schlimme daran ist doch, dass es dem politischen Personal nicht um die Opfer geht, sondern um ihre persönliche Abrechnung mit der Kirche. Sie wollen Kapital aus der Situation schlagen, um bei den Verbänden, denen sie sich verpflichten, wohlgelitten zu sein. Wer macht sich für die Opfer stark? Ein runder Tisch unter der Leitung von Frau Vollmer? Volker Zastrow erhebt gegen die Eignung dieser Politikerin Zweifel in in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Aber zurück zur Kirche und unseren, der Katholiken, Leiden daran: Die Kirche war nie perfekt, sie wird nie perfekt sein, und sie hat das auch nie behauptet. Dennoch: Kindermissbrauch in ihren Reihen hat nichts mit fehlender Perfektion zu tun! Man möchte als Gläubiger kotzen, wenn man liest und hört, was sich mancher Kirchenmann im Schutz des Kreuzes alles erlaubt hat.

Wir Katholiken müssen zusammenrücken und dürfen uns in dieser schweren Zeit nicht auseinanderdividieren lassen! Denn es geht um nichts weniger als den Fortbestand der Kirche als gesellschaftlicher Prägekraft. Macht man die Kirche mundtot – so wie sich das die Leutheussers, Roths und Künasts dieses Landes wünschen –, dann haben wir Katholiken keinen Interessensvertreter mehr, sind unsere Aussagen schon belacht, bevor sie geäußert werden.

Wir lieben die Kirche, an der wir leiden

Die kritische Öffentlichkeit muss genau hinschauen: Sie darf uns, den Katholiken, nichts durchgehen lassen, was sie anderen auch nicht durchgehen lassen würde. Aber: Mittlerweile werden Kirchen entweiht, Scheiben eingeworfen und Wegkreuze geschändet. Geht’s noch? Nicht jeder Priester ist ein Kinderschänder und nicht alles, was im Spiegel steht, stimmt.

Was machen wir Katholiken jetzt? Der Schriftsteller Honoré de Balzac beschreibt nach den Wirren der französischen Revolution in seinen “Mystischen Geschichten” einen großen erleuchteten und mit dem Himmel vereinigten Kathedralraum vor sich. Die gotischen Gotteshäuser Frankreichs, die als Abbild des himmlischen Jerusalems errichtet wurden, wird Balzac in ihrer vollen Pracht nie gesehen haben: Zu seiner Zeit waren die meisten Buntglasfenster eingeworfen, die Orgeln zerstört, die liturgischen Geräte weggeschleppt und die Altäre entweiht. Die Revolution hatte die Kirche beseitigt.

Am Ende der Geschichte sagt Balzac: “Man muss die Kirche verteidigen.” Ja, das müssen wir, weil wir die Kirche lieben, an der wir leiden.

Leserbriefe

  • Theeuropean-placeholder
    Oliver Scheiner – 07.04.2010 - 08:57

    Die Bürgerrechtsorganisation Humanistische Union nimmt zu den in der Kolumne genannten Sachverhalten wie folgt Stellung:

    Verkehrte Welt – ein Kommentar zu Alexander Görlach, Liebe und Leiden -
    es geht um den Fortbestand der Kirche

    In seinem Beitrag unterstellt Alexander Görlach, die Humanistische Union
    bzw. einzelne ihrer Beiratsmitglieder würden die aktuelle Debatte um
    Vorfälle sexuellen Missbrauchs für eine Kirchenkritik nutzen. Dieser
    Vorwurf stellt einige Tatsachen auf den Kopf:

    1. Die Humanistische Union hat sich nicht für “straffreien Sex mit
    Kindern” engagiert! Weder teilen wir die Meinung, dass Erwachsene mit
    Kindern eine einvernehmliche Sexualität teilen könnten, noch haben wir
    entsprechende Forderungen vorgelegt oder uns in anderer Weise für eine
    Legalisierung solcher Beziehungen engagiert. Die Humanistische Union ist
    eine Bürgerrechtsorganisation, für die der Schutz der Kinder vor
    sexuellen Übergriffen ebenso wie ein rechtsstaatlicher Umgang mit
    Verdächtigen oder verurteilten Straftätern zu den rechtsstaatlichen
    Grundwerten unserer Gesellschaft gehören. Aus diesem Grund hat sie sich
    gegen eine Dämonisierung von Pädophilen ausgesprochen – genauso wie sie
    sich für einen fairen Umgang mit Terrorverdächtigen oder anderen Menschen
    einsetzt, die unsere moralischen Normen verletzten und zum Teil schlimmes
    Leid anrichten.

    2. Die Humanistische Union hat sich zu der Debatte um den Missbrauch
    Schutzbefohlener in kirchlichen Einrichtungen nicht geäußert und wird in
    dieser Hinsicht auch keinerlei “Ratschläge” erteilen. Unsere einzige
    Reaktion in dieser Angelegenheit ist eine Pressemitteilung vom 13.3.2010
    und ein mittlerweile dazu anhängiger Rechtsstreit vor dem Landgericht
    Berlin, in dem wir uns gegen Anwürfe von Gerhard Ludwig Müller aus
    Regensburg wehren. Im Übrigen versteht sich die Humanistische Union nicht
    als Kirchenfeindin. Wir treten für die Religionsfreiheit aller hier
    lebenden Menschen ein, gleich welcher Glaubensüberzeugung. Insofern
    kritisieren wir die aus unserer Sicht einseitige Privilegierung der
    christlichen Kirchen durch Staatskirchenleistungen, aber keineswegs diese
    Institutionen selbst. Im Gegenteil – wir arbeiten bei vielen Themen mit
    Kirchenvertretern und kirchlichen Institutionen sehr gut zusammen.

    3. Wenn sich Politikerinnen zu aktuellen politischen Debatten äußern, so
    ist dies ihr gutes Recht. Ihre Meinungsfreiheit wird nicht durch eine
    (Beirats-)Mitgliedschaft in der Humanistischen Union suspendiert. Der
    Beirat der Humanistischen Union hat eine den Vorstand unseres Vereins
    beratende Funktion, ist kein “Sprachrohr” unseres Verbandes. Wenn sich
    Mitglieder unseres Beirates daher in der Öffentlichkeit äußern, sprechen
    sie i.d.R. im eigenen Namen oder im Namen ihrer Partei. Die Humanistische
    Union tritt für eine weitgehende Transparenz politischer Diskussionen und
    Entscheidungen ein (wir haben u.a. das Informationsfreiheitsgesetz mit
    erstritten). Insofern ist nicht nur unsere gesamte vereinsinterne
    Diskussion für die Öffentlichkeit einsehbar, sondern Sie können auch
    sicher sein, dass wir unsere Meinungsäußerungen als Verband jederzeit
    ausdrücklich kennzeichnen.

    Berlin, 8. April 2010
    Sven Lüders, Geschäftsführer der Humanistischen Union

  • Theeuropean-placeholder
    Alexander Kissler – 08.04.2010 - 16:04

    Sehr geehrter Herr Lüders,
    der Homepage der HU ist dankenswerterweise zu entnehmen, dass sowohl der Bundesvorstand in einem einstimmigen Beschluss zum Sexualstrafrecht vom Juni 2000 als auch der darauffolgende Marburger Verbandstag gelebte Pädophilie als (bloß) “abweichende Sexualpraxis” bezeichneten. Der Bundesvorstand rief einstimmig zum Widerstand auf gegen eine “Kriminalpolitik”, die eine “kreuzzugartige Kampagne gegen Pädophile” führe und so “unerbittlichen Tugendterror” ausübe. Auf dem Verbandstag kritisierte das damalige Vorstandsmitglied Fritz Sack, der zugleich dem Kuratorium der umstrittenen “Arbeitsgemeinschaft Humane Sexualität” angehört, die “dämonisierende Behandlung von Beziehungen zwischen erwachsenen Männern und jungen Männern.” Der Bundesvorstands-Beschluss wurde zwar abgelehnt – aber sehr knapp: 15 zu 13 bei 5 Enthaltungen. Ein kraftvolles Signal, dass die Pädophilie weiterhin zu ächten sei, sieht gewiss anders aus.

  • Theeuropean-placeholder
    Sven Lüders – 12.04.2010 - 13:59

    Sehr geehrter Herr Kissler,
    weder bei dem von Ihnen zitierten Antrag des Bundesvorstandes, noch die darauffolgende Abstimmung hatten das Thema “Pädophilie” zum Gegenstand. Die genannten Abstimmungen zu einer Entscheidung Pro/Contra Pädophilie zu stilisieren, passt natürlich in Ihre verquere Darstellung der Humanistischen Union, hat aber nichts mit dem Gegenstand unserer Diskussionen zu tun. Dies können Sie gern in unserer Verbandszeitschrift (HU-Mitteilungen Nr. 172, S. 85ff vom Dezember 2000) nachlesen.
    Das Diskussionspapier lief unter dem Titel “Sexualstrafrecht” und schildert den pädosexuellen Verbrecher als Leitfigur einer repressiven Strafrechtspolitik aus einer wissenschaftlich-kriminologischen Sicht. Die Kritik an einer Dämonisierung pädophiler Täter, an der Aufweichung rechtsstaatlicher Verfahrensgrundsätze im Sexualstrafrecht und dem Einfluss medialer Berichterstattungen auf die Kriminalpolitik teilen viele Bürgerrechtler inner- wie außerhalb der Humanistischen Union. Strittig war jedoch, ob eine solche kriminologische Darstellung des Problems auch eine angemessene Form für eine politische Stellungnahme darstellt. Da die “Einvernehmlichkeit” ihrer Sexualbeziehungen zu Kindern eine der Legitimationsstrategien pädosexueller Täter ist, da im politischen Diskurs bisweilen das Leid der missbrauchten Kinder geleugnet wird, sahen viele Mitglieder der HU in dem Papier eine verkürzte Darstellung, die sie so als politische Stellungnahme nicht abgeben wollten. Gegenstand der Debatte waren also Fragen der medialen und politischen Wirkung des Textes, keineswegs aber eine Stellungnahme Pro/Contra Pädophilie. Dies betonte etwa der damalige Vorsitzenden der HU, Dr. Till Müller-Heidelberg, in der Debatte: “Keine Stellungnahme oder Veröffentlichung der HU hat sich je positiv zu dieser Form abweichenden Verhaltens geäußert!” (Quelle s.o.)
    In der folgenden Abstimmung forderten die Teilnehmer der Versammlung den Bundesvorstand zu einer Klarstellung auf, “dass die HU sexuelle Kontakte von Erwachsenen mit Kindern weder billigt, noch in irgendeiner Weise unterstützt”. Gegen diese Aufforderung gab es 12 Gegenstimmen. Dabei handelt es sich nicht um Befürworter pädosexueller Beziehungen – vielmehr teilten diese Mitglieder nicht die Einschätzung, dass die Humanistische Union hier etwas klarstellen müsse, da sie keinen Anlass zu entsprechenden Verdächtigungen gegeben habe. Jede “Klarstellung” schließt zu einem gewissen Grade die Anerkennung mehrdeutiger, missverständlicher Äußerungen in der Vergangenheit ein. Dagegen richten sich die ablehnenden Stimmen.
    Insofern, Herr Kissler, mögen Sie recht haben, dass ein “kraftvolles Signal zur Ächtung der Pädophilie” anders aussehen würde – dies war aber nicht das Thema der HU. Wir äußern uns übrigens auch kritisch zu vermeintlichen Sicherheitsgesetzen gegen Terroristen, ohne uns jedes Mal von deren Taten ausdrücklich zu distanzieren.
    Mit freundlichen Grüßen
    Sven Lüders

  • Theeuropean-placeholder
    68er – 07.04.2010 - 13:21

    Sehr geehrter Herr Görlach,

    ich möchte weinen, wenn ich Ihren Artikel lese. Hinter welchen Wäldern leben Sie denn eigentlich oder wie verbohrt sind Sie, wenn Sie Angst davor haben, dass die Kirche mundtod gemacht wird und sich die Katholiken auseinander dividieren lassen.

    Als getaufter Katholik liegt mir sehr viel daran, mich von Herrn Ratzinger, Herrn Mixa, Herrn Sedano und anderen zu distanzieren. Mit diesen Herren habe ich nichts zu tun. Das Verhalten der katholischen Nomenklatur, nicht erst seit der Wiederaufnahme der Pius-Brüder, hat mich dazu veranlasst, aus der Kirche als Körperschaft des öffentlichen Rechts auszutreten. Ich bleibe damit zwar weiter Katholik, allerdings ohne das Recht Sakramente zu empfangen. Diese Konsequenzen habe ich auf mich genommen, denn ich habe die Ahnung, dass auch Jesus sich schwer getan hätte, in dieser Institution Mitglied zu sein.

    Während Sie anderen eine Kampagne unterstellen, müssen Sie sich vorwerfen lassen, die ganze Sache zu verharmlosen. Es geht nicht darum, dass “damals alle geschlagen haben”, es geht um persönliche Schuld und Aufrichtigkeit.

    Es ist beschämend, wenn ich als Entschuldigung von Ihnen lesen muss, dass die anderen ja auch nicht besser seien. Der Apell: “Der ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein.” war als Apell gemeint, vor der Verurteilung eines anderen darüber nachzudenken, ob man hierzu die moralische Integrität besitzt und nicht als Rechtfertigung des Sünders für seine eigenen Missetaten.

    Schreiben Sie doch einmal etwas darüber, dass derjenige in der katholischen Kirche, der versucht eine Frau zur Priesterin zu weihen sofort, ohne jegliches Verfahren, als sogenannte “Tatstrafe” aus der katholischen Kirche exkommuniziert wird. Derjenige aber, der nach eigener Aussage ca. 200 taube, ihm anvertraute Jungen sexuell missbraucht hat, aus Anteilnahme an seinem Schicksal nicht einmal aus dem Prieseterdienst entfernt wird.

    Denken Sie nicht, vor zweitausen Jahren wären Sie von einem Herrn Jesus als Pharisäer und Schriftgelehrter eingeordnet worden?

    Mit freundlichem Gruß

    Ihr 68er

  • Theeuropean-placeholder
    Alexander Görlach – 07.04.2010 - 15:21

    Sehr geehrter 68er,

    danke für Ihre ausführliche Auseinandersetzung mit meinem Kommentar. Gerne antworte ich Ihnen darauf.

    Ich lebe nicht in den Wäldern, sondern in Berlin.

    Auch Sie leiden, wie ich, an der Kirche. Sie sind ausgetreten, ich bin noch Mitglied. Ich respektiere Ihren Schritt und nehme an, dass Sie meinen, Kirchenmitglied zu bleiben, ebenfalls respektieren.

    Ich verharmlose nichts, aber Backpfeifen und Rohrstockstrafen sind, so ablehnend ich ihnen gegenüber stehe, etwas anderes, als Fellatio in der Sakristei oder Blasen im Beichtstuhl. Und: Ich habe gesagt, dass die Bildungsrichtlinien der Vergangenheit gerne untersucht und verurteilt werden können und sollen, aber nicht in einem vermengten Komplex, der in der Publizistik unter der Überschrift “sexueller Missbrauch” läuft.

    Das Frauenpriestertum bzw. die Diskussion darum hat nun mit der hier geführten Debatte, mit meinem Kommentar, gar nichts zu tun.

    Ob mich Gott dereinst zu den Gerechten oder zu den Verdammten zählen wird, obliegt seinem Urteil und nicht dem Ihren. Da ich nicht umhin komme, auf Ihre rhetorische Frage schon leise Ihre Antwort vernehmen zu können, antworte ich Ihnen gerne mit einem Wort des Herrn, das mehr wiegt als alle kirchliche Norm, da haben Sie recht: “Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet.” (Mt. 7,1)

    Besten Dank und herzliche Grüße
    Ihr
    Alexander Görlach

  • Theeuropean-placeholder
    68er – 07.04.2010 - 13:22

    ERRATA:

    Der Herr heisst natürlich Sodano und nicht Sedano.

  • Theeuropean-placeholder
    68er – 07.04.2010 - 13:56

    Sehr geehrter Herr Görlach,

    lesen Sie bitte noch einmal das neue Testament (oder rekapitulieren Sie es) und zwar zuerst die Evangelien. Dann bitte erst, was der Renegat Paulus, geschrieben hat und überlegen, was für Sie wichtiger ist, die katholische Kirche als Institution oder die Worte des Herrn Jesus von Nazareth?

    Mit freundlichem Gruß

    Ihr 68er

    P.S.: Die Antwort, beides sei ihnen gleich wichtig, würde ich als eine unwürdige Ausrede werten wollen.

  • Theeuropean-placeholder
    isidor – 07.04.2010 - 14:48

    Sehr geehrter Herr Görlach,

    Sie haben auf treffliche Weise das Dilemma eines jeden katholischen Gläubigen zum Ausdruck gebracht. Vor einem Zusammenrücken muss allerdings eine rückhaltlose Aufklärung erfolgen. Die Kirche wäre gut beraten, wenn Sie die gegen Teile von ihr erhobenen Vorwürfe durch unabhängige Personen klären ließe.

    Was sie aber über die Ziele der sogenannten humanistischen Union schreiben und die eigenennützigen Motive einiger Politiker kann ich nur voll und ganz unterschreiben.

    Zu dem 68er bleibt mir nur zu sagen: Wer den Karfreitag nicht erlebt ist des Ostersonntags nicht wert. Nur durch unser gemeinsames Wirkenkann die Kirche von innen verbessert werden. Billige Kommentatoren von aussen sind da weder hilfreich noch glaubwürdig.

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