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  <claim>"Wir haben definitiv einen freien Willen"</claim>
  <content>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;The European: Social Media. Ein gro&#223;es Thema f&#252;r Sie. Was denken Sie, wo wird all diese Information hinf&#252;hren, wo wird Social Media in einigen Jahren sein?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&amp;#x000A;Wales: Gute Frage. In vielerlei Hinsicht, wenn wir &#252;ber Social Media sprechen, gibt es vor allem bei den ersten Formen von Social Media enge Verkn&#252;pfungen an Kommunikationsmittel aus der Vergangenheit. Wie etwa die Form E-Mail vom Briefeversenden kommt. Anders ist es bei Twitter. Da gab es zuvor nichts Vergleichbares. Twitter sendet und informiert, erreicht aber nur Menschen, die zuh&#246;ren wollen. Dann haben wir Facebook mit weitaus mehr M&#246;glichkeiten und nat&#252;rlich Wikipedia: Wikipedia hat sicher ein traditionelles Gegenst&#252;ck, indem sich eine Gruppe zusammenfindet und schreibt, aber es ist bestimmt eine neue Form, dies zu tun. Also, wenn ich an die Zukunft denke, wird es nicht nur um technische Entwicklung gehen, sondern auch darum, dass wir einer gro&#223;en Gruppe an Menschen die F&#228;higkeiten geben, bestimmte Instrumente zu nutzen, was zwangsl&#228;ufig zu mehr Innovation f&#252;hren wird. Was diese sein werden, wird abzusehen sein.&lt;/p&gt;&amp;#x000A;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;The European: Sie sagen also, wir bilden uns und nutzen diese Technologien, der n&#228;chste Schritt sind sogenannte Augmented Realities. Wir sind f&#228;hig, unseren Fu&#223;abdruck &#252;berall auf dem Planeten zu hinterlassen. Das hei&#223;t, wir stehen vor einem ber&#252;hmten Geb&#228;ude und unser Handy informiert uns dar&#252;ber, was andere Menschen &#252;ber diesen Ort zu sagen haben bzw. kommentiert haben?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&amp;#x000A;Wales: Ja, und es gibt Applikationen dieser Art. Auch innerhalb von Wikipedia haben wir bereits jetzt die M&#246;glichkeit, gewisse Orte geografisch festzulegen und zu kommentieren. Ich habe leider noch keine ideale Form der Pr&#228;sentation daf&#252;r gesehen. F&#252;r mich s&#228;he die ideale Applikation f&#252;r ein Handy so aus: Ich habe einen Knopf, den ich dr&#252;cke und mein Handy sagt mir, was ich gerade sehe, wo ich bin, was der passendste Wikipedia-Eintrag ist, und ich kann mich dar&#252;ber informieren. Das w&#252;rde die beliebtesten und historisch wichtigen Orte und Sehensw&#252;rdigkeiten abdecken. Wie oft passiert es, dass ich gerne w&#252;sste, wovor ich stehe, und dann ist es McDonald&#8216;s?&lt;/p&gt;&amp;#x000A;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;The European: Sie sprechen &#252;ber Wikipedia. Vor einigen Jahren sagten viele &#252;ber Wikipedia, das ist das Wissen der Masse, jetzt haben wir ausgew&#228;hlte Gruppen, die entscheiden, was gezeigt wird, und somit informieren. Ist das ein R&#252;ckschritt?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&amp;#x000A;Wales: Nein, Wikipedia war schon immer so. Ich habe mich immer gegen diesen Ausdruck &amp;#8220;wisdom of the crowd&amp;#8221; gewehrt. Denn wir wussten intern, dass es nie eine Wikipedia von 10 Millionen Nutzern, 10 Millionen S&#228;tzen geben wird. Wikipedia hat vielmehr einen Kern, der beurteilt und entscheidet, was ver&#246;ffentlicht wird und was nicht. Die Leute haben das jetzt verstanden und sehen, wie Wikipedia tats&#228;chlich funktioniert. Es ist nicht das magische Ph&#228;nomen, es ist weitaus traditioneller, als viele Leute dachten, zugleich nat&#252;rlich auch untraditionell und neu in vielen Bereichen.&lt;/p&gt;&amp;#x000A;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;The European: Tradition hat, philosophisch betrachtet, immer die Vision, was der Mensch ist. Jetzt haben wir das Netz und wir sprechen &#252;ber Algorithmen. Ist somit alles vorhersehbar? Ist somit die Frage, was den Menschen ausmacht, mit Algorithmen zu beantworten?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&amp;#x000A;Wales: Ich glaube nicht; noch nicht. Sicherlich, wenn wir uns zum Beispiel Wikipedia anschauen, werden viele Leute zustimmen, dass es eine bemerkenswerte Erscheinung im Netz ist. Und es ist nahezu keine Technologie dahinter. Zugegeben, das Internet ist eine Technologie, aber Wikipedia ist vielmehr ein Instrument, das g&#228;nzlich auf Algorithmen verzichtet, die Computer entscheiden nichts. Wir sind trotz der erstaunlichen Dinge, die wir f&#228;hig sind abzubilden, noch sehr weit davon entfernt, echtes menschliches Urteilsverm&#246;gen darzustellen. Zur Vorhersehbarkeit ist zu sagen, dass sicherlich schon vieles m&#246;glich ist, wie etwa verhaltensbezogene Werbung und Studien zum Kaufverhalten. Das macht Sinn und ist keine &#220;berraschung, dass ein 21 Jahre alter Junge interessiert ist an M&#228;dchen. Die Werber bemerken das. Ein weiteres Beispiel ist, wenn ich auf einer Seite &#252;ber Neugeborene bin, macht es Sinn, dass ich auch etwas f&#252;r Babys kaufen m&#246;chte. Das sind einfache Wahrheiten, es wird ausgekl&#252;gelter, aber nicht zu weit.&lt;/p&gt;&amp;#x000A;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;The European: F&#252;r Jahrhunderte haben Philosophen sich mit der Frage besch&#228;ftigt, ob der menschliche Wille frei ist. Deswegen meine Frage zuvor. Einfach gedacht, sehen wir diese Frage nun von Google, Werbung im Internet und der Tatsache, wie das Netz funktioniert, beantwortet. Ist das die richtige Schlussfolgerung?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&amp;#x000A;Wales: Ich bin der Meinung, dass wir definitiv unseren freien Willen haben. Ich denke, dass das nichts damit zu tun hat, ob unsere Verhaltensmuster offenliegen.&lt;/p&gt;&amp;#x000A;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;The European: Haben wir einen Mangel an philosophischen Gedanken im Netz? Ist da Entwicklungsbedarf?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&amp;#x000A;Wales: Interessante Frage. Ich glaube, nicht auf fundamentaler Ebene, wie etwa der Theorie des Wissens etc. Vielmehr auf h&#246;heren Ebenen wie der politischen Philosophie, wo wir anfangen, dar&#252;ber nachzudenken, was die Organisation der Gesellschaft sein sollte, Fragen zur Demokratie und &#196;hnliches. Ich denke, da gibt es sich entwickelnde Institutionen und Verhaltensmuster, die nicht verstanden und verarbeitet wurden von den traditionellen Wegen des Denkens. Sicherlich, wenn wir an rechtliche F&#228;higkeiten denken und menschliche Anstrengung, am Beispiel von Wikipedia, das sehr organisiert und systematisch ist und global geschieht, ist zu sehen, dass auch wenn die Website lokalem Recht unterliegt, die Gemeinschaft als solche existiert au&#223;erhalb jeglichen traditionellen politischen Rahmens. Es gibt keine globale soziale Organisation, die &#252;ber Regierungen und ihre Institutionen hinausgeht. Als Beispiel: In vielen lokalen Gemeinschaften gr&#252;nden und organisieren wir NGOs, in Deutschland startet dieser Vorgang mit einem Verein &#8211; die Deutschen lieben ihre Vereine &amp;#8230;&lt;/p&gt;&amp;#x000A;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;The European: Das tun sie, ja.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&amp;#x000A;Wales: Wenn wir nun aber nach China schauen, dort ist es schwer, das &#196;quivalent zum Verein zu gr&#252;nden, und es gibt diese sozialen Einrichtungen nicht. Die Regierung ist sehr misstrauisch gegen&#252;ber Gruppen, die aus sozialen Gr&#252;nden zusammenkommen, sie will diese Organisationen nicht. Aber in Wahrheit geschieht dies dennoch, und zwar ohne rechtliche und politische Struktur online im Netz, und so ben&#246;tigen sie die rechtliche Struktur gar nicht. Das ist das eine, das andere ist etwa die Chance zum sozialen Aufstand durch Twitter. Am Beispiel Iran freuen wir uns auf der einen Seite &#252;ber Informationen &#252;ber polizeiliche &#220;bergriffe und Berichte vom Stand der Demonstrationen, auf der anderen Seite ist es aber eine Masse an unbest&#228;tigten Informationen, die auch ihre Gefahren hat. Zur&#252;ck zum Ausgangspunkt. Haben wir genug politische Philosophie? Wir haben sehr viele Aspekte der Spieltheorie, wenn wir &#252;ber Politik und &#196;hnliches sprechen, aber wir verstehen sie noch nicht.&lt;/p&gt;&amp;#x000A;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;The European: W&#252;rden Sie in Hinblick auf politische Philosophie im Netz sagen, dass etwas wie Web 2.0 nur m&#246;glich ist, weil wir die Idee der individuellen Rechte, der Selbstverwirklichung haben? Geht es darum? Ist es nur eine Darstellung und Weiterf&#252;hrung unserer Entwicklung?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&amp;#x000A;Wales: Ich denke schon. Da ist definitiv eine kulturelle Einstellung, die Web 2.0 zugrunde liegt, die weit verbreitet ist; in den &lt;span class="caps"&gt;USA&lt;/span&gt;, in Europa. Es ist eine Erscheinung der westlichen Welt. Jeder sollte bef&#228;higt sein, sich selbst zu verwirklichen. Es sollte nicht nur rechtlich erlaubt sein, auch die Gewissheit, dass es eine gute Sache ist, gibt es. Und wir m&#246;gen es, wir unterst&#252;tzen es. Das Web 2.0 baut darauf auf. Man teilt seine Ver&#246;ffentlichungen wie etwa ein Foto im Netz und niemand zweifelt daran. Im Gegenteil, jeder akzeptiert dies als Teil der Gemeinschaft.&lt;/p&gt;&amp;#x000A;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;The European: Haben wir es dann mit einem kulturellen Konflikt nach Huntington zu tun, wenn Google nach China geht?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&amp;#x000A;Wales: Das ist ein gro&#223;es Feld an Fragen. Man wei&#223; noch nicht, inwiefern die US-Regierung an diesem Konflikt teilnehmen wird. Das k&#246;nnte sehr hilfreich sein oder auch nicht. Vielleicht werden das Google und China auch einfach selbst l&#246;sen k&#246;nnen. Auf jeden Fall ein sehr interessanter Fall.&lt;/p&gt;&amp;#x000A;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;The European: Zur&#252;ck zum Wissen und Wikipedia. Wir sprechen hier sehr viel &#252;ber den &#220;berfluss an Information und wie wir sie kategorisieren und verarbeiten k&#246;nnen. Sieht das Konzept f&#252;r die Zukunft so aus, dass wir nur einen bestimmten Teil in unserem Gehirn speichern und den Rest au&#223;erhalb, zum Beispiel auf Wikipedia? Oder ist es unumg&#228;nglich, gewisse Informationen bei uns zu haben?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&amp;#x000A;Wales: Ich denke, das haben wir schon immer getan. Wir haben schon immer unterschieden zwischen Dingen, an die ich mich erinnere, die ich mal gelesen habe und von denen ich wei&#223;, wo ich die Informationen finde, wenn ich sie ben&#246;tige, und welchen, die ich wei&#223;, auf die ich direkt zugreifen kann. Und so wie es heutzutage oft dargestellt wird, bewirkt die Tatsache, dass es einfacher ist, Sachen au&#223;erhalb des Gehirns schnell verf&#252;gbar abzuspeichern und zu sammeln, weniger Inhalt in unserem Gehirn. Das ist falsch. Wir werden am Ende von beidem mehr haben. Ich wei&#223; mehr &#252;ber gewisse Themen, als ich vor 50 Jahren gewusst h&#228;tte. Ich kann schneller Informationen in mein Gehirn bringen, in Situationen, in denen ich mich fr&#252;her mit rudiment&#228;rem Wissen zufriedengegeben h&#228;tte. Wusste ich fr&#252;her wenig &#252;ber die Geschichte Haitis in Situationen, in denen das Land in aller Munde ist, habe ich mich vielleicht mit dem Wissen, dass es Diktatoren und politische Probleme gab, zufriedengegeben. Heute kann ich in k&#252;rzester Zeit die genauen Details herausfinden und speichern.&lt;/p&gt;&amp;#x000A;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;The European: Aber was wir jetzt bei diesem &#220;berfluss an Information tun, ist, dass wir zum Beispiel auf Facebook unseren Freunden Artikel empfehlen &amp;#8230;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&amp;#x000A;Wales: Keine Frage, ja. Der &#220;berfluss an Information ist enorm. Vor allem f&#252;r Menschen, die Sprachen wie Englisch, Spanisch oder Deutsch sprechen, ist die Menge an Informationen, die mit einem Mausklick verf&#252;gbar sind, viel zu gro&#223;, um sie verdauen zu k&#246;nnen. Und das ist eine der Absichten von Wikipedia. Wir bieten die pr&#228;zise Zusammenfassung eines Themenbereiches, all das, was man wissen muss, ohne mit der Suche im Netz und der Auswahl an Information weitermachen zu m&#252;ssen. Es ist sehr interessant sich anzuschauen, inwiefern ein Unterschied zwischen der entwickelten und sich entwickelnden Welt in diesem Zusammenhang besteht. F&#252;r einen Menschen, der Swahili spricht, wird sich die schnelle Suche nach Information weitaus schwieriger gestalten. Es gibt wenige B&#252;cher zum Thema Haiti. F&#252;r diese Menschen stellt sich eine g&#228;nzlich andere Problematik. Hier soll Wikipedia wachsen und Informationen &#252;berhaupt erreichbar machen.&lt;/p&gt;&amp;#x000A;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;The European: Wir sind beide keine Eingeborenen im Netz. Denken Sie zur&#252;ck an Ihre Kindheit, wie k&#246;nnten wir mit all diesen Devices leben?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&amp;#x000A;Wales: Es ist erstaunlich. Ich halte mich f&#252;r einen Digital Native. Meine Mutter kaufte 1979 den ersten Computer. Aber wer wei&#223;? Meine Tochter ist auf jeden Fall ein echter Digital Native. Sie ist viel besser als ich es war in ihrem Alter. Sie ist neun, ich hatte meinen ersten Computer mit zw&#246;lf. Ich habe ihr k&#252;rzlich einen iPod geschenkt und sie brauchte zehn Minuten, um mir eine E-Mail davon zu senden. Ich wusste gar nicht, dass dies m&#246;glich ist.&lt;/p&gt;&amp;#x000A;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;The European: Ich komme aus einer l&#228;ndlichen Gegend, und meine Erinnerung an die Kindheit dort ist, dass alles viel langsamer war. Andererseits sind wir heute auf gewisse Weise reflektierter. Was sind Ihre Erinnerungen?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&amp;#x000A;Wales: Da ist was Wahres dran. Und ich bin sicher, ich bin nicht allein, wenn ich oftmals um den Anschluss k&#228;mpfe. Ich habe k&#252;rzlich einen Wanderausflug mit meiner Tochter gemacht; zu einem Ort, wo es keinen Empfang f&#252;r mein Handy gab. Es war eine nachdenkliche und reflektierte Zeit. Ich erinnere mich, wir sa&#223;en an einem See und haben &#252;ber Zeitreisen und die Geschwindigkeit von Ger&#228;uschen diskutiert. Es war eine tolle Erfahrung, w&#228;hrend dies und die Herausforderung, sich mit dem Mitmenschen zu besch&#228;ftigen, im Alltag oft nicht m&#246;glich ist. Aber ich liebe das Internet.&lt;/p&gt;&amp;#x000A;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;The European: Das tun wir alle. Fr&#252;her, in der &#196;ra des Fernsehens, sa&#223;en wir alle gemeinsam um den Fernseher und sprachen dar&#252;ber, was wir sahen. Heute haben wir alle unser eigenes Device. Wird alles egoistischer? Ist der Preis das Miteinander?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&amp;#x000A;Wales: Die Beobachtung ist richtig und falsch. Lassen sie mich ein Beispiel ausf&#252;hren. Was machen Sie jeden Tag, was lesen Sie, was studieren Sie? Stellen Sie sich Folgendes vor: Wir kennen uns ein wenig, haben ein paar gemeinsame Freunde, wir sind auf Facebook verbunden und Sie senden auf Facebook einen interessanten Link und ich folge ihm und ich sage mir, da ist der Typ in Deutschland, den ich kenne, nicht sehr gut, aber er ver&#246;ffentlicht gute Links. Es entsteht eine Art Beziehung, man verst&#228;ndigt sich mehr. Es entsteht also eine Erweiterung der Kommunikation. Zum Beispiel mit den alten Freunden aus der Universit&#228;t. Man hat den Kontakt verloren, ist &#252;berall auf der Welt verstreut. Jetzt haben wir uns wiedergefunden und kommunizieren &#252;ber die Plattformen, die uns das Internet bietet. Auch wenn wir nicht mehr zusammen vor dem Fernseher sitzen.&lt;/p&gt;</content>
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  <excerpt>Chefredakteur Dr. Dr. Alexander G&#246;rlach traf Wikipedia-Gr&#252;nder Jimmy Wales beim Digital-Life-Design-Event des Burda-Verlags in M&#252;nchen.</excerpt>
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  <title>Im Gespr&#228;ch mit Jimmy Wales</title>
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