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  <claim>McUnsinn</claim>
  <content>&lt;p&gt;Blinder Aktionismus statt bahnbrechender Werbeaktionen: McDonald&amp;#8217;s irritiert die Fachwelt mit zwei verbl&#252;ffenden Entscheidungen. Zun&#228;chst wurde Mitte Oktober angek&#252;ndigt, dem Claim &amp;#8220;Ich liebe es&amp;#8221; den Laufpass zu geben. Jetzt folgt die Mitteilung, dass das Rot im Logo durch ein gedecktes Gr&#252;n ersetzt werde.&lt;/p&gt;&amp;#x000A;&lt;h6&gt;Woher der Sinneswandel?&lt;/h6&gt;&amp;#x000A;&lt;p&gt;Grund f&#252;r die &#196;nderung ist laut Marketingchefin Mary Dillon, dass der Werbespruch nach sechs Jahren etwas angestaubt sei. Daher m&#252;sse er leicht &#252;berarbeitet werden, um ihn &amp;#8220;noch st&#228;rker und relevanter&amp;#8221; zu machen. Ein ganz neuer Claim solle es aber nicht sein, so Dillon. Wozu also das Ganze? Weil man &amp;#8220;I&#8217;m lovin&amp;#8217; it&amp;#8221; intern nicht mehr h&#246;ren kann? Oder weil man sich von einer Kreativagentur hat einreden lassen, dass McDonald&amp;#8217;s einen frischeren Claim braucht?&lt;/p&gt;&amp;#x000A;&lt;p&gt;McDonald&amp;#8217;s sollte sich ein Beispiel nehmen an Audi, der &lt;span class="caps"&gt;FAZ&lt;/span&gt; oder der Sparkasse. Alle drei Unternehmen haben es in den letzten Jahrzehnten geschafft, sich mit dem immer gleichen Claim klar zu profilieren und zugleich brandaktuell darzustellen. Audi steht seit 1971 f&#252;r technischen Vorsprung, die &lt;span class="caps"&gt;FAZ&lt;/span&gt; liefert seit 1967 Nachrichten f&#252;r kluge K&#246;pfe und die Sparkasse seit 1963 umfassende Antworten bei Geldgesch&#228;ften. Wof&#252;r aber steht McDonald&amp;#8217;s? Von 1971 an stand McDonald&amp;#8217;s f&#252;r &amp;#8220;Das etwas andere Restaurant&amp;#8221;, von 1978 bis 1981 f&#252;r &amp;#8220;Essen mit Spa&#223;&amp;#8221;, ab 1982 hie&#223; es &amp;#8220;Gut, dass es McDonald&amp;#8217;s gibt&amp;#8221;, von 1987 bis 1990 war McDonald&amp;#8217;s &amp;#8220;Der Platz wo Du gern bist, weil man gut isst&amp;#8221;, ab 1991 hie&#223; es &amp;#8220;McDonald&amp;#8217;s ist einfach gut!&amp;#8221;, von 1999 bis 2002 versprach man &amp;#8220;Every time a good time&amp;#8221; und seit 2003 hei&#223;t es &amp;#8220;Ich liebe es&amp;#8221;. Was nun? Eine gute Zeit haben, w&#228;hrend man lecker isst? Na klar: Ich liebe es. Warum also den Claim &#228;ndern?&lt;/p&gt;&amp;#x000A;&lt;h6&gt;Trends setzen statt hinterherlaufen&lt;/h6&gt;&amp;#x000A;&lt;p&gt;Die gleiche Frage stellt sich bei der angek&#252;ndigten Farb&#228;nderung. Eine starke Marke sollte Trends setzen &#8211; nicht ihnen hinterherlaufen. Oder stellen Sie sich einmal die Logos von &lt;span class="caps"&gt;BMW&lt;/span&gt;, Maggi oder Nivea in Gr&#252;n vor. Absurd? Genau. Was passiert, wenn in ein paar Jahren sauberes Trinkwasser und die Weltmeere im Fokus der Welt&#246;ffentlichkeit stehen? Wird McDonald&amp;#8217;s dann blau eingef&#228;rbt? Zudem wird unser Vorstellungsbild von McDonald&amp;#8217;s durch die Farb&#228;nderung unsch&#228;rfer, denn nur die neu er&#246;ffneten Filialen sollen &amp;#8220;gr&#252;n&amp;#8221; werden. Damit wird zugleich unbewusst kommuniziert, dass die bisherigen, &amp;#8220;roten&amp;#8221; Filialen dem &#246;kologischen Zeitgeist nicht mehr entsprechen. Dass McDonald&amp;#8217;s in seiner Strategie gr&#252;ner werden m&#246;chte, ist nachvollziehbar und richtig. Aber bitte nicht durch Fassadenkosmetik, sondern durch nachhaltiges Wirtschaften. Dar&#252;ber kann man dann auch gerne berichten. Einen &amp;#8220;gr&#252;nen Anstrich&amp;#8221; braucht es deshalb nicht. &lt;span class="caps"&gt;BWM&lt;/span&gt; zeigt mit EfficientDynamics, wie&amp;#8217;s geht.&lt;/p&gt;&amp;#x000A;&lt;p&gt;Hinzu kommt, dass nachhaltiges Wirtschaften zu einem Muss wird, um &#252;berhaupt noch am Markt bestehen zu k&#246;nnen. Da aber bald alle Anbieter mehr oder weniger &amp;#8220;gr&#252;n&amp;#8221; sein werden, f&#228;llt dieser Aspekt zur Differenzierung weg. Dazu braucht es schon etwas halbwegs Einzigartiges. Reichhaltig belegte Burger, knusprige Chicken McNuggets und das Happy Meal zum Beispiel. Die Leute gehen doch zu McDonald&amp;#8217;s, weil sie Fast Food lieben &#8211; gutes Gewissen inklusive. Aber sie gehen nicht zu McDonald&amp;#8217;s, weil es sich um ein gr&#252;nes Unternehmen handelt. Genauso wie Pommes gelb und Ketchup rot sind, so sollte McDonald&amp;#8217;s sich und seinem Angebot treu bleiben &#8211; auch farblich. Denn f&#252;r mich als Kunde gilt: Ich liebe es!&lt;/p&gt;</content>
  <created-at type="datetime">2009-11-25T14:38:41Z</created-at>
  <excerpt>McDonald's wechselt die Farben. Der amerikanische Schnellverkoster &#252;berarbeitet sein zur Ikone gewordenes Logo. Europ&#228;ische Verbraucher sollen von der &#246;kologischen Redlichkeit seiner Fressfilialen &#252;berzeugt werden. Aus Rot werde also Gr&#252;n: Eine der wertvollsten Marken der Welt spielt mit dem eigenen Image. Ist das klug?

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  <title>Gr&#252;ne Marken</title>
  <updated-at type="datetime">2010-01-26T11:16:41Z</updated-at>
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